1. Mannschaft Saison 2011 / 2012
Vorbereitungsspiele der ersten Mannschaft :
25. Februar, 16 Uhr SV Ebersbach - TuS Metzingen
Nächstes Pflichtpiel :
Sonntag, 4. März 2012, 15 Uhr
TSV Weilheim - SV Ebersbach (Gegner bitte anklicken)
Spieltag / Tabelle / Ergebnisse (bitte anklicken)
Berichte 2011 / 2012
Vorbereitungsspiel SV Ebersbach - VFL Sindelfingen 3:1
In einer guten Frühform präsentierte sich der SV Ebersbach beim hochverdienten 3:1 Sieg im Vorbereitungsspiel gegen den VfL Sindelfingen, der den 2. Tabellenplatz in der Landesliga 3 belegt. Nach nur drei Spielminuten gingen die Gäste in Führung, als ein Ebersbacher Abwehrspieler eine flache Hereingabe so unglücklich abfälschte, so dass sich der Ball über Torwart Ossner hinweg ins Netz senkte. Der SVE benötigte 22 Minuten um das erste mal den Defensivverbund der Gäste zu durchbrechen, aber der 18 Meter Schuss von Tarik Serour strich am Gehäuse vorbei. Zwei Minuten später musste Torwart Ossner mit einer Fußabwehr sein Können unter Beweis stellen. Im Gegenzug verpasste Yasin Önüt eine scharfe Hereingabe von Peter Renn um Zentimeter. In der 27. Minute hatte der SVE eine Doppelchance, erst teste Tarik Serour den Torwart mit seinem 21 Meter Freistoß und Sekunden später zwang Peter Renn mit seinem 20 Meter Hammer den Keeper zu einer Parade. Der SVE bekam immer mehr Übergewicht,doch Louis Hörger scheiterte am Pfosten und Tarik Serour traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. In der 35. Minute wurde der Gastgeber für sein druckvolles Spiel belohnt. Nach einer herrlichen Kombination zwischen Louis Hörger und Franco Petruso kam der Ball zu Tarik Serour, der musste den Ball aus 10 Metern nur noch ins leere Tor schieben zum 1:1 Ausgleich. Ein Spielzug wie aus dem Lehrbuch eröffnete die nächste Torchance für den SVE. Doch Franco Petruso scheiterte mit seinem spektakulären Seitfallzieher am reaktionsschnellen Torwart (42.). Der SVE machte in Hälfte zwei da weiter wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Tarik Serour bediente Franco Petruso, dieser tanzte seinen Gegenspieler aus und zimmerte die Kugel aus 12 Metern in den Torwinkel zur 2:1 Führung (50.). In der 65. Minute ließ Franco Petruso mit seinem 16 Meter Schuss den Torpfosten erzittern. Nach einem schönen Spielzug über den Flügel bediente Luca Serra mustergültig Louis Hörger, doch der scheiterte freistehend aus 5 Metern am Torwart (72.). In der 84. Minute verhinderte der Gästekeeper mit einem tollen Reflex einen höheren Rückstand, als er Louis Hörgers Drehschuss aus 10 Metern um den Pfosten drehte. Mit der einzigsten Torchance in der 2. Halbzeit hätten die Gäste fast den Ausgleich erzielt, doch Anastasios Kivotidis konnte akrobatisch auf der Torlinie klären. Den 3:1 Endstand stellte Onur Yildiz in der 90. Minute her, als er nach einem langen Ball gekonnt den herauseilenden Torwart überlupfte. Mannschaftsaufstellung: Heiko Ossner - Peter Renn, Anastasios Kivotidis, Florian Kümmerle, Michael Trost (46. Marius Nigl) - Ricky Tabe, Salvatore De Rosa (65. Mattia Dick) - Tarik Serour, Franco Petruso (70. Onur Yildiz), Yasin Önüt (55. Luca Serra) - Louis Hörger
Oliver Konya
NWZ Interview mit Jürgen Schorstädt vom 14. Februar
Mit drei Neuzugängen will Fußball-Landesligist SV Ebersbach den zweiten Rang behaupten, um so an den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga teilzunehmen.
"Wir wollen ganz klar den zweiten Platz halten", erklärt Jürgen Schorstädt die Zielsetzung des SV Ebersbach für die Rückrunde. "Wir wollen den Abstand nach hinten zunächst halten oder sogar ausbauen. Nach oben zu schauen ist bei zehn Punkten Rückstand kein Thema. Dazu ist Frickenhausen zu stark und zu konstant in seinen Leistungen", schätzt der Sportliche Leiter die Tabellensituation ein. Als Vizemeister dürfte der SVE an den Aufstiegsspielen teilnehmen - und mit der Relegation machten die Ebersbacher gute Erfahrungen, der Landesliga-Aufstieg gelang über diesen Umweg.
Derzeit lässt Spielertrainer Dinko Radojevic, der mit Kreuzbandverletzung langfristig ausfällt, drei- bis viermal trainieren, hinzu kommen ein oder zwei Testspiele pro Woche. Außer Radojevic sind alle Mann an Bord, darunter auch Stürmer Hakan Arslan, der die komplette Vorrunde verletzungsbedingt verpasste. "Wir hoffen alle, dass er wieder spielen kann. Das wäre ganz wichtig", lässt Schorstädt keinen Zweifel an der Klasse des Angreifers, der vor seiner langen Verletzungspause im Sturmzentrum als Torjäger glänzte und eine wichtige Rolle spielte. Neben Arslan nehmen auch die Nachwuchsspieler Julian Fabiankowits, Florian Höfer und Thomas Schaser an den Übungseinheiten teil. Sie sollen langsam an das Niveau herangeführt werden, werden es bei der Klasse des Kaders aber schwer haben und sind zunächst nur für Einsätze in der zweiten Mannschaft vorgesehen.
Mithelfen, das sportliche Ziel zu erreichen, sollen drei Neue. Von Bezirksligist Catania Kirchheim fand mit Torhüter Heiko Ossner (31) ein alter Bekannter den Weg zurück in den Kreis. Aus Remshalden kommt Linksverteidiger Isa Önüt (28), dessen vorherige Stationen SV Göppingen und GSV Dürnau waren. Aus Griechenland kommt der 23-jährige Nektarios Malmidis, der in der Jugend für den TV Nellingen am Ball war und zuletzt beruflich ein halbes Jahr in seiner Heimat weilte. Schorstädt beschreibt Malmidis als Defensivallrounder, der in der Viererkette innen und rechts verteidigen und auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Abgänge gibt es beim SV Ebersbach keine zu verzeichnen.
Die Personalplanungen für die Rückserie sind kaum abgeschlossen, da blickt der Sportliche Leiter schon auf die Saison 2012/13. "Die Kaderplanung läuft bereits und es sieht gut aus, dass wir das Team samt Trainer halten können. Ich hoffe, wir können hier in absehbarer Zeit Vollzug vermelden", sagt Schorstädt optimistisch.
Vorbereitungsspiele :
Spfr Dettingen - SV Ebersbach 1:3
Tore : 2 x Louis Hörger, Servet Isik
SV Ebersbach - NK Croatia-Zagreb Stuttgart 8:1
SV Ebersbach - SV Göppingen 2:3
In einem Vorbereitungsspiel bezogen die Landesliga-Fußballer des SV Ebersbach eine 2:3-Niederlage gegen Verbandsligist SV Göppingen.
Die Ebersbacher verloren trotz einer 2:0-Führung erstmals in ihrer Vorbereitung. Vor allem in der ersten Hälfte stellte der SVE mit seinem Pressing den Verbandsligisten vor Probleme und war optisch überlegen. Dies änderte sich im zweiten Durchgang, bedingt durch die vielen Auswechslungen des Gastgebers. Der Verbandsligist wurde stärker und gewann verdient mit 3:2.
Die Gäste hatten in der 6. Minute die erste Chance, der Kopfball von Dos Santos landete an der Latte. Eine Minute ging Hörgers Schuss ans Außennetz. In der 14. Minute holte Helmer Sawatzki im Strafraum von den Beinen, den Elfmeter von Schraml wehrte Schöffel ab. Zwei Minuten später ging Ebersbach in Führung, als Williams ins eigene Netz traf. Nach einem Traumpass von Petruso stand Serour allein vor dem Torwart, doch statt selbst abzuschließen legte er ungenau quer, so dass ein Abwehrspieler klärte (24.). In der 28. Minute bediente Petruso Hörger. Dieser traf im Nachschuss zum 2:0. Nach einem Missverständnis in der SVE-Innenverteidigung steuerte Dos Santos auf Schöffel zu, behielt die Nerven und verkürzte auf 1:2.
In der 50. Minute gab den zweiten Elfmeter für die Gäste. Schuler verwandelte sicher zum 2:2. Fünf Minuten später zwang Petruso mit einem 16 Meter-Schuss Torwart Scherrenbacher zur Glanzparade. Torwart Schöffel wehrte in der 58. Minute in höchster Not ab, im Gegenzug vergab Petruso zu lässig. Eine Standardsituation führte zum Göppinger 3:2, als Innenverteidiger De Souza unbedrängt einköpfen konnte (80.). Eine Minute vor Spielschluss stoppte Torwart Scherrenbacher Önüt mit einer Notbremse und bekam die Rote Karte gezeigt. Den Freistoß setzte Petruso neben den Pfosten.Ebersbach: Schöffel - Renn (46. Serra), Malmadis, Kivotidis (46. Trost), Helmer (75. Höfer), Tabe, Er, de Rosa (46. Önüt, Serour (80. Yildiz), Petruso, Hörger (60. Isik).
Göppingen: Scherrenbacher - Klein (46. Breit), Williams, De Souza, Schraml, Sawatzki, Aslan (46. Loser), Schuler, Dos Santos (46. Budak), Brück, Siekermann (89. Doll).
VfB Reichenbach - SV Ebersbach 1:1
Tor : Tarik Serour
Catania Kirchheim - SV Ebersbach 1:6
Tore : 3 x Franco Petruso, Marius Nigl, Yasin Önüt, Luca Serra
Der Nikolaus zu Gast beim SV Ebersbach
Am Sonntag bedankten sich die Aktiven bei der Jugend für das tolle Miteinander beim SV Ebersbach. Egal ob als Zuschauer, als Ballkinder bei den Spielen oder einfach im täglichen Miteinander, die Jugend steht hinter ihren Vorbildern. Man begrüßt sich mit "Fünf" und die lockeren Sprüche sorgen immer wieder für Gelächter.
Genauso unterstützen die Großen die Kleinen, sei es durch das Jugendtorwarttraining vom Aktiventorhüter Michael Schöffel oder die regelmäßigen Gasttrainerauftritte vom Aktivenspielertrainer Dinko Radojevic und seinen Spielern bei der Jugend.
In der Halbzeitpause des letzten Spiels vor der Winterpause kam der Nikolaus und verteilte von den Spielern der 1. und 2. Mannschaft gesponserte Geschenke. Da die Spieler überaus großzügig waren reichten die Geschenke auch für die weiblichen Besucher des Spiels :
SV Ebersbach - TV Echterdingen 0:0
Ein torloses Remis der besseren Sorte bekamen die Zuschauer der Partie SV Ebersbach gegen TV Echterdingen zu sehen. Die Gastgeber scheiterten wie vor Wochenfrist an ihrer schwachen Chancenverwertung.
"Ebersbach hat klasse gespielt, das Null zu Null ist glücklich. Wir hatten einen überragenden Torhüter", so die Analyse von Gäste-Coach Karl-Heinz Fuhrmann, mit der er voll ins Schwarze traf. Denn je länger die Begegnung andauerte, desto mehr wurde sie zu einem Duell zwischen den Ebersbacher Akteuren und TVE-Keeper Valentin Haug, der eine sensationelle Vorstellung zeigte, zahlreiche hochkarätige Chancen zunichte machte und den Gästen so einen glücklichen Punktgewinn sicherte.
Beide Teams fanden gut ins Spiel und es entwickelte sich eine gute und interessante Landesliga-Partie, in der beide Seiten bis zur 20. Minute jeweils zwei gute Möglichkeiten hatten. Bei den Hausherren stach Franco Petruso in der offensiven Mittelfeldzentrale hervor. Mit einer vorzüglichen Ballbehandlung und seinem guten Auge für den Mitspieler gingen von ihm viele Impulse für das Offensivspiel aus. Auf der Gegenseite überzeugte insbesondere die einzige Sturmspitze Sven Lukac, der die Bälle immer wieder gut halten und verteilen konnte.
Auf Grund des besseren Zweikampfverhaltens bekam der SVE das Spiel mit zunehmender Spielzeit besser in den Griff, verzeichnete ein Mehr an Ballbesitz und erarbeitete sich zahlreiche Standardsituationen, die auch immer wieder Gefahr heraufbeschworen, letztlich aber nichts einbrachten.
Im zweiten Durchgang nahmen die Hausherren das Heft des Handelns vollends in die Hand, ließen den TVE offensiv nicht mehr zur Entfaltung kommen, verlagerten das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte und erhöhten den Druck auf das Echterdinger Gehäuse merklich.
Petruso mit Kopf (56.) und Fuß (57.), Serour mit einem Freistoß aus 18 Metern (61.), Önüt und Kümmerle jeweils freistehend aus halblinker Position (68., 75.), Petruso zweimal zentral alleine vor dem Tor (80., 82.) - jedesmal blieb der Echterdinger Schlussmann Sieger. Und war Haug einmal geschlagen, half der Pfosten aus. So auch kurz vor Schluss, als Yasin Önüt aus einem Meter nur das Aluminium traf. Es blieb auf Grund der ungenügenden Chancenauswertung schließlich beim torlosen Unentschieden.
"Wir haben 20 bis 25 Mal aufs Tor geschossen, wir hatten über die 90 Minuten wieder 70 bis 75 Prozent Ballbesitz, aber es fehlte wieder das Glück. Bei so vielen Chancen müssen wir das eine Tor machen, das ist unglaublich", schüttelte SVE-Übungsleiter Dinko Radojevic nach dem Schlusspfiff den Kopf.
Trotz zweier verlorener Punkte zog Radojevic ein überaus positives Gesamtfazit: "Es war eine überragende Vorrunde von uns. Obwohl zuletzt die Punkte fehlten, haben wir auch in den letzten Spielen überzeugt. Insgesamt kann das Team stolz sein auf das, was es im Jahr 2011 geleistet hat." Ebersbach blieb in der Hinrunde vierzehn Partien in Folge unbesiegt und überwintert nun auf Relegationsrang zwei mit fünf Zählern Vorsprung auf den Drittplatzierten SF Dorfmerkingen.
SO SPIELTEN SIE
SV Ebersbach: Schöffel - Egger (70. Helmer), Er, Kivotidis, Kümmerle - Tabe, de Rosa - Nigl, Petruso, Serour - Önüt (86. Serra).
TV Echterdingen: Haug - Hertel, Seiler, Hofstetter, Schuldt - Rizzo - Schreier, Knoll, Kalpakidis (65. Dorer), Kroer (65. Koch) - Lukac.
SR: Markus Seidl (Waiblingen).
Zuschauer: 200.
Vorbericht auf den letzten Spieltag 2011
In der Landesliga empfängt Donzdorf morgen Dorfmerkingen, der SV Ebersbach am Sonntag Echterdingen. Bad Boll und Geislingen spielen auswärts.
Vor dem letzten Spieltag des Jahres 2011 sind die Rollen in der Meisterschaft der Landesliga-Staffel 2 klar verteilt. Der FC Frickenhausen baute durch den glücklichen 2:1- Sieg im direkten Duell seinen Vorsprung auf den SV Ebersbach auf komfortable acht Punkte aus. Dem SVE blieben nach dem Spitzenspiel nur die Komplimente. "Letztlich spielt man Fußball, um zu gewinnen", haderte Trainer Dinko Radojevic, "aber kein Vorwurf an meine Mannschaft, sie hat sich in diesem Spiel überragend präsentiert, nur die Chancenverwertung war wieder einmal unser Manko." Nach nur einem Zähler aus den letzten drei Spielen will Radojevic zum Jahresabschluss gegen den TV Echterdingen drei Punkte: "Wir müssen nochmals alle Kräfte bündeln und die Leistung von Frickenhausen wiederholen, dann werden wir gewinnen und den Abstand zu Platz drei verteidigen."
Eine besondere Aktion bietet der SV Ebersbach seinen Jugendspielern im letzten Heimspiel vor der Winterpause: Als Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendabteilung und Aktiven haben nicht nur die Jugendlichen freien Eintritt, sondern auch deren Angehörige. Für alle Jugendspieler hat in der Halbzeitpause der Nikolaus ein von den Aktiven gesponsertes Geschenk dabei.
Geschenke werden im Abstiegskampf gewöhnlich nicht verteilt. Darauf darf der FC Donzdorf im Heimspiel gegen die wiedererstarkten Sportfreunde Dorfmerkingen nicht hoffen. "Wir haben nichts zu verlieren. Vielleicht hilft es uns, dass wir dieses Mal nicht den Erwartungsdruck aus den Sechs-Punkte-Spielen haben"", hofft Trainer Peter Frömmel. Nach der Niederlage beim Schlusslicht Köngen wäre gegen Dorfmerkingen schon ein Punkt ein Erfolg. Frömmel erwägt die eine oder andere Änderung in der Aufstellung. Michael Bayer konnte wegen einer Prellung die ganze Woche nicht trainieren, Frömmel hofft aber, dass der Stürmer auf die Zähne beißt.
Auch beim TSV Bad Boll gibt es einige angeschlagene Spieler. Maik Lissner wird in Bargau aus privaten Gründen fehlen. Trainer Mirko Doll: "Mit einem Unentschieden halten wir Bargau auf Distanz, ich sehe aber auch die Möglichkeit auf einen Big Point. Auf dem kleinen Platz wird Kampfgeist gefragt sein." Angesichts des Punkteschnitts seit seinem Einstieg könnte für Doll das Fußballjahr gerne noch weitergehen. Viele Beobachter zählen den TSV bereits nicht mehr zu den Abstiegskandidaten, aber Doll warnt: "Wir sind noch lange nicht durch."
Der SC Geislingen hat sich längst in gesicherte Tabellenregionen abgesetzt. Am Sonntag trifft der SC auswärts auf den FV Illertissen II, der zwei Punkte voraus liegt. Der FC Eislingen ist spielfrei.
1. FC Frickenhausen - SV Ebersbach 2:1
Landesligist SV Ebersbach wurde für eine starke Leistung im Spitzenspiel nicht belohnt. Primus FC Frickenhausen war nach zwei Eckbällen erfolgreich und siegte insgesamt glücklich mit 2:1 (1:0)-Toren.
"Ich bin auf jeden Fall stolz auf die Leistung meiner Mannschaft", so Dinko Radojevic. "Wir haben wirklich guten Fußball gezeigt und bewiesen, dass wir eines der besten Landesliga-Teams sind", fuhr der SVE-Übungsleiter nach Spielschluss fort. In den neunzig Minuten davor zeigte seine Elf eine teils bärenstarke Vorstellung und hätte den Sieg gegen Tabellenführer FC Frickenhausen verdient gehabt.
In der Anfangsphase entwickelte sich eine auf hohem technischem Niveau geführte Partie, in der die Teams den Beweis erbrachten, warum sie die Tabelle anführen. Beide Seiten setzten dabei auf das spielerische Moment und waren gewillt den Ball schnell und direkt laufen zu lassen. Dies gelang den Gästen, bei denen mit Tabe, Egger und de Rosa drei eher defensive Akteure die Zentrale besetzten und den rochierenden Offensivspielern Önüt, Petruso und Serour den Rücken freihielten, mit zunehmender Spieldauer besser, in Führung gingen jedoch die Gastgeber. Nach einem Eckstoß war Kapitän Robin Jaksche aus kurzer Distanz zur Stelle (10.).
Ebersbach ließ sich von diesem Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen und überzeugte mit großer Laufbereitschaft und guter Raumaufteilung. Die Angriffe liefen dabei oft über den herausragenden Ferdi Er und den ebenfalls starken Franco Petruso. Dem Ebersbacher Spiel fehlten in dieser Phase einzig die klaren Tormöglichkeiten. Eine solche hatte Dominique Rodrigues auf der Gegenseite. Nach einem einfachen Ballverlust im Vorwärtsgang spielte FCF-Spitze Tunjic direkt auf Rodrigues, der allein vor SV-Keeper Schöffel knapp vorbei schoss (37).
Im zweiten Durchgang wurde die Begegnung ruppiger und körperbetonter, zahlreiche Unterbrechungen ließen den Spielfluss zunächst zum Erliegen kommen. Als Innenverteidiger Stefan Jankofsky wiederum nach einem Eckball auf 2:0 erhöhte, schien die Partie entschieden (59.). Doch die Gäste gaben sich nicht auf, fanden zu ihrer spielerischen Überlegenheit zurück und schnürten Frickenhausen in der eigenen Hälfte ein.
Ferdi Er, der nach dem 2:0 aus der Innenverteidigung nach vorne rückte, verpasste freistehend aus zentraler Position den Anschlusstreffer (65.). Besser machte es Franco Petruso, der sich nach schöner Er-Vorarbeit im Strafraum durchsetzte und FCF-Torhüter Hekele mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ (73.).
Die zahlreich mitgereisten SVE-Fans sahen in der Schlussviertelstunde einen Sturmlauf ihrer Mannschaft, doch es fehlte an diesem Nachmittag einfach das Glück. Ein Versuch von Serour aus fünf Metern wurde abgeblockt, sein Schuss aus 18 Metern ging an den Pfosten (83.).
So blieb es bei der "unverdienten Niederlage", wie Radojevic anmerkte. "Wir waren das aktivere Team. Bei den Standards haben wir zweimal gepennt, hieraus erzielte Frickenhausen zwei Tore. Heute wie in den letzten Spielen war das Glück nicht auf unserer Seite. Wir machen unsere Chancen nicht rein und bekommen einfache Tore."
FCF-Coach Murat Isik sprach Ebersbach ein großes Kompliment aus ("Sie haben tollen Fußball gezeigt"), bilanzierte dann allerdings ganz pragmatisch. "Wenn man Meister werden möchte, muss man auch mal Spiele gewinnen, in denen man das schlechtere Team ist. Richtung Winterpause sind Zahlen und Fakten wichtig und hier haben wir jetzt acht Punkte Vorsprung."
SO SPIELTEN SIE
FC Frickenhausen: Hekele - Deigendesch, Jaksche, Jankofsky, Eisenhardt - Polat, Mayer - Parrinello (22. Horeth, 76. Parrotta), Rodrigues, Isci - Tunjic (85. Schulze).
SV Ebersbach: Schöffel - Helmer, Er, Kivotidis, Kümmerle (86. Peter Renn) - de Rosa, Egger (80. Serra), Tabe - Petruso, Önüt, Serour.
SR: Hubert Wetzel (Bad Saulgau).
Tore: 1:0 Jaksche (10.), 2:0 Jankofsky (59.), 2:1 Petruso (73.).
Zuschauer: 550.
Vorbericht auf den 2. Spieltag der Rückrunde
In der Landesliga gastiert der SV Ebersbach zum Spitzenspiel beim FC Frickenhausen. Heimrecht genießen TSV Bad Boll gegen Weilheim und FC Eislingen gegen Vaihingen, der FC Donzdorf spielt in Köngen.
Landesliga-Tabellenführer FC Frickenhausen lieferte vergangene Woche beim 3:0-Sieg in Echterdingen einmal mehr eine Demonstration seiner Stärke ab. Verfolger SV Ebersbach büßte dagegen beim 3:3 gegen den TSV Bad Boll Punkte ein. Deshalb verzichtet der Sportliche Leiter Jürgen Schorstädt vor dem Gipfeltreffen auf eine Kampfansage: "Wenn wir defensiv besser stehen als zuletzt, können wir in Frickenhausen bestehen. Für uns geht es in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause primär darum, den Vorsprung auf Platz drei zu verteidigen." Der Ausfall von Spielertrainer Dinko Radojevic, der Anfang der Woche am Kreuzband operiert und im Training von Co-Trainer Mato Lalic vertreten wurde, machte dem SV Ebersbach zu schaffen, so Schorstädt: "Allein mit seiner Präsenz auf dem Platz nimmt Dinko viel Druck von den anderen Spielern weg. Wir hoffen, dass wenigstens Ferdi Er seine Grippe überstanden hat und in Frickenhausen dabei sein kann."
Der TSV Bad Boll ging gestärkt aus dem Spiel in Ebersbach hervor und will diesen Schwung ins Nachbarschaftsderby mit dem TSV Weilheim am Sonntag mitnehmen. Beide Vereine sind nur sieben Kilometer und in der Tabelle nur einen Punkt voneinander entfernt. Mit einem Heimsieg will der TSV Bad Boll an den Gästen vorbeiziehen und sich vom Abstiegskampf entfernen. "Mit der Leistung in Ebersbach können wir sehr gut leben, wir hätten aus meiner Sicht einen Sieg verdient gehabt, aber gegen Weilheim erwartet uns nun ein ganz anderes Spiel", warnt Mirko Doll, der unter der Woche beim Trainerlehrgang in der Sportschule Ruit weilte, "in Ebersbach wurde wenig von uns erwartet, jetzt liegt der Druck mehr bei uns, nicht zuletzt aus der Tabellensituation heraus sind wir im Heimspiel unter Zugzwang."
Die beiden Kellerkinder FC Donzdorf und FC Eislingen schöpfen nach ihren Siegen neue Hoffnung und wollen im Abstiegskampf nachlegen. Der FC Donzdorf spielt beim Schlusslicht TSV Köngen. "Wenn es uns gelingt, an die Leistung von letzter Woche anzuknüpfen, dann sollten wir die drei Punkte holen, auch wenn Köngen zuletzt zwei Mal gewonnen hat", erklärt Trainer Peter Frömmel. Ob der Knoten bei seinem Team endgültig geplatzt ist, darauf will sich Frömmel noch nicht festlegen: "Dafür waren wir in dieser Saison bisher zu wenig konstant." Beim 3:0 gegen Deizisau feierte Christoph Wagenblast in der Schlussphase sein von allen im Verein herbeigesehntes Comeback. Frömmel dämpft zunächst die Erwartungen: "Er ist erst seit zwei Wochen wieder im Training, aber es ist gut zu wissen, ihn in der Hinterhand zu haben."
Seine letzte Partie des Jahres bestreitet der FC Eislingen gegen den SV Vaihingen, denn am nächsten Wochenende ist man spielfrei. "Das ist etwas ärgerlich, nachdem wir zuletzt gut drauf waren und endlich gepunktet haben", erklärt Trainer Michael Baumgarten. Er möchte mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen. "Wir wollen die gute Mannschaftsleistung der letzten Woche auch gegen Vaihingen bestätigen und hoffen, die drei Punkte zu behalten." Die Gäste haben allerdings nur vier ihrer sechzehn Spiele verloren. Der FC ist mit sieben Unentschieden der Remiskönig der Liga. Baumgarten: "Genau darin liegt unser Problem, damit kommt man nicht weiter. Es zählen nur Siege."

SV Ebersbach - TSV Bad Boll 3:3
Beim 3:3 Unentschieden im Derby zwischen dem SV Ebersbach und dem TSV Bad Boll bekamen die Zuschauer in der ersten Halbzeit ein wahres Offensivspektakel mit sechs Treffern geboten, dafür flachte die Partie in der zweiten Halbzeit ab, wobei die Gäste aus Boll dem Sieg näher waren als der SV Ebersbach. Die Gäste aus Boll erwischten einen Start nach Maß und gingen bereits in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Ein harmloser Ball erreichte Majowski, der wurde regelwidrig von Kivotidis von den Füßen geholt, was folgerichtig zum Elfmeterpfiff führte. Diesen verwandelte Heiko Kölle sicher zur Führung. Nur eine Minute später schlug es schon wieder im Ebersbacher Tor ein. Ein Rückpass von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr fand Hechler, der traf aus 16 Meter unhaltbar zum 2:0. In der 10. Minute bewahrte Torwart Schöffel den Gastgeber vor einem höheren Rückstand, als er nach einer Abwehrkonfusion gegen den allein vor ihm auftauchenden Majowski mit einer Fußabwehr klären konnte.. Der SVE hatte in der 17. Minute seine erste gefährliche Offensivaktion, als Petruso Bolls Torwart Gühring mit seinem 14 Meter Schuss zu einer Parade zwang. Nach einem unnötigen Fehler im Aufbauspiel der Gäste kam der SVE in Ballbesitz und schaltete blitzschnell um, dabei wurde Petruso frei gespielt, der tanzte seinen Gegenspieler aus und drosch den Ball aus 13 Metern zum 1:2 ins Netz (19.). Auf kurioser Weise fiel in der 26. Minute der 2:2 Ausgleichstreffer, als der Boller Abwehrspieler Seidl den Ball an seinem herauslaufenden Torwart vorbei ins Netz lenkte. Ein weiterer Abwehrfehler in der 32. Minute eröffnete Heiko Kölle eine gute Möglichkeit, doch sein Schuss konnte ans Außennetz abgelenkt werden. Im Gegenzug hatte der SVE die Riesen Möglichkeit in Führung zu gehen, als Petruso mustergültig freigespielt wurde, der legte uneigennützig quer auf Serour, doch dem sprang der Ball in aussichtsreicher Position vom Fuß. In der 39. Minute hatte der SVE das Spiel vollends gedreht durch den 3:2 Führungstreffer. Ein weiter Ball verlängerte Önüt mit dem Kopf weiter auf Hörger, dieser lupfte den Ball artistisch über den Torhüter hinweg ins Tor. Eine Minute vor dem Seitenwechsel konnte Torwart Schöffel zunächst den Ausgleichstreffer noch vereiteln, als er einen 16 Meter Schuss von P. Kölle um den Pfosten drehen konnte. Doch wenige Sekunden später lag der Ball doch im Ebersbacher Tor, als nach einem Durcheinander in der an diesem Nachmittag schwachen Ebersbacher Abwehr Dreiwurst 11 Meter vor dem Tor an den Ball kam und zum 3:3 einschoss. Trainer Radojevic reagierte in der Halbzeitpause und brachte zwei neue Defensivspieler um seine unsichere Abwehr zu stabilisieren. Trotzdem hatten die Gäste in der 58. Minute die erste Torchance im zweiten Durchgang, als Majowski mit einem Drehschuss aus 12 Metern knapp das Gehäuse verfehlte. Zwei Minuten später strich ein 23 Meter Freistoß von H. Kölle knapp über den Querbalken. Die Gäste blieben weiter am Drücker, so musste Schöffel in der 66. Minute den Gastgeber vor einem Rückstand bewahren, als er einen 12 Meter Schuss von Hechler reaktionsschnell um den Pfosten drehte. Es dauerte bis zur 71. Minute zum ersten Torschuss des Gastgebers in der 2. Hälfte, aber Gühring konnte den Ball von Petruso abgefeuert aus dem Eck kratzen. Glück hatte der Gastgeber in der 75. Minute, als eine Freistoßflanke an Freund und Feind vorbei flog und Schöffel nur abklatschen konnte, doch die Boller konnte den Ball aus 2 Metern Entfernung nicht im Tor unterbringen. In der 89. Minute hatte Serour den Siegtreffer auf dem Fuß, als er allein auf Gühring zusteuerte, doch sein Schuss war zu unplatziert, so dass der Keeper den Ball abwehren konnte, den abprallenden Ball konnte er mit den Fingerspitzen vor dem einschussbereiten Önüt ablenken. Durch das Unentschieden hat der SVE den Anschluss an den Tabellenprimus FC Frickenhausen verloren. Will man nächste Woche etwas zählbares beim Spitzenspiel holen, muss sich vor allem das Defensivspiel gewaltig verbessern. Die Boller haben gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind und werden sicherlich noch die nötigen Punkte im Abstiegskampf holen. Mannschaftsaufstellung:
Ebersbach: Schöffel - De Rosa, Kümmerle, Kivotidis, Trost (46. Renn) - Egger (46. Helmer), Tabe - Serour, Petruso, Önüt - Hörger (77. Fabiankowits)
Boll: Gühring - Seidl 67. Hartmann), Dreiwurst, H. Kölle, Lissner - Persch (85. Blessing), Aust, Hechler, P. Kölle (75. Kuttler) - Straub, Majowski
Schiedsrichter: Frank Dürr
Zuschauer: 320
Tore: 0:1 H. Kölle (3. Foulelfmeter), 0:2 Hechler (4.), 1:2 Petruso (19.), 2:2 Seidl (26. Eigentor), 3:2 Hörger (39.), 3:3 Dreiwurst (45.)
Vorbericht auf den 1. Spieltag der Rückrunde
In der Fußball-Landesliga empfängt der SV Ebersbach den TSV Bad Boll zum nächsten Lokalderby. Der FC Donzdorf erwartet Deizisau, der FC Eislingen spielt in Nellingen. Alle treten bereits morgen an.
Noch drei Spieltage stehen in der Landesliga bis zur Winterpause auf dem Programm. Dabei kommt es am übernächsten Wochenende zum Gipfeltreffen zwischen Tabellenführer FC Frickenhausen und Verfolger SV Ebersbach. Zuvor müssen beide ihre morgigen Aufgaben lösen. Frickenhausen hat ein schweres Auswärtsspiel beim TV Echterdingen, der SV Ebersbach erwartet den TSV Bad Boll zum Lokalderby.
Das turbulente Hinspiel gewann Ebersbach im September trotz dreimaligen Rückstands noch mit 4:3 im Boller Erlengarten. Nach dieser Partie übernahm Mirko Doll das Ruder bei den damals noch sieglosen Bollern und sammelte 18 Punkte in zehn Spielen. Deshalb warnt Ebersbachs Trainer Dinko Radojevic: "Das ist inzwischen ein anderer TSV Bad Boll, nicht mehr mit dem aus dem Hinspiel vergleichbar. Die Mannschaft hat sich unter Mirko Doll hervorragend stabilisiert. Das wird wie jedes Derby eine schwierige Aufgabe, aber gerade zuhause wollen wir natürlich gewinnen."
Das überraschende 0:3 gegen Regglisweiler, die erste Niederlage nach 14 ungeschlagenen Spielen, ist abgehakt. "Solche Tage gibt es im Fußball eben immer mal, der Gegner hatte einen guten Tag erwischt, wir dagegen hätten noch den ganzen Tag spielen können und kein Tor erzielt", erklärt Radojevic, "wir wollen jetzt die drei Spiele in diesem Jahr noch konzentriert angehen und erfolgreich absolvieren." Er selbst wird in absehbarer Zeit nicht gegen den Ball treten können. Die Diagnose Kreuzband- und Meniskusriss hat sich bestätigt, Radojevic muss in der nächsten Woche operiert werden.
Auch Mirko Doll hätte es lieber gesehen, wenn der SV Ebersbach gegen Regglisweiler gewonnen hätte, und das nicht nur, weil Schwiegervater und Schwager bei den Ebersbachern in der Vereinsarbeit eingebunden sind. "Durch die Ebersbacher Niederlage wird die Aufgabe für uns jetzt schwerer", befürchtet Doll, der personell die Qual der Wahl hat. "Alle sind fit und motiviert. Wir wollen uns mit einer guten Leistung weiteres Selbstvertrauen für die nächsten Spiele holen." Dann geht es gegen Weilheim und Bargau darum, sich schnellstmöglich von den Abstiegsplätzen abzusetzen.
Die beiden Kellerkinder FC Donzdorf und FC Eislingen konnten nach dem 1:1 im direkten Vergleich vor einer Woche froh sein, dass die Konkurrenz durchweg ebenfalls nicht punktete. Beide leben derzeit von den üblichen Durchhalteparolen, doch es helfen nur Siege, um den Anschluss nicht vollends zu verlieren. Donzdorf nimmt zuhause gegen den seit neun Spielen sieglosen TSV Deizisau einen neuen Anlauf für den dringend benötigten Dreier. Eislingen tritt auswärts beim TV Nellingen an, der genauso tief in der Abstiegszone steht. Dabei treffen die beiden schwächsten Abwehrreihen der Landesliga aufeinander.
Mit dem Abstiegskampf hat der SC Geislingen im gesicherten Mittelfeld nichts zu tun. Der SC spielt auswärts beim Tabellen-13. Bargau.
SV Ebersbach - TSV Regglisweiler 0:3
Durch die 0:3 Heimpleite am letzten Spieltag der Vorrunde gegen den TSV Regglisweiler hat der SV Ebersbach die Chance verpasst mit dem Klassenprimus FC Frickenhausen gleichzuziehen. Dies war die zweite Saisonniederlage, die gleichzeitig eine lange ungeschlagene Serie beendete, denn die bis dahin einzigste Niederlage datierte vom ersten Spieltag gegen den FC Frickenhausen. In den ersten Spielminuten war der Gastgeber ziemlich ungeordnet, so dass die Gäste bereits nach drei Spielminuten die Führungschance hatten, als ein Kopfball um zwei Meter das Tor verfehlte. Mit einer unglaublichen Parade verhinderte Torwart Michael Schöffel einen Rückstand für den SVE, als er einen Schuss von Pfluger aus 2 Meter Entfernung mit einen sensationellen Reflex abwehren konnte (11.). Mit seinem ersten konstruktiven Angriff in der 14. Minute hatte Tarik Serour den Führungstreffer auf dem Fuß, doch Gästekeeper Gertler konnte durch sein energisches rauslaufen den Winkel verkürzen und so den Ball abwehren. Der SVE tat sich in der Folgezeit weiter schwer sein Spiel zu finden gegen die Kampf- und laufstarken Gäste. So dauerte es bis zur 37. Minute bis zur nächsten Tormöglichkeit für den Gastgeber. Ein schöner Gassenball in die Schnittstelle der Viererabwehrkette von Franco Petruso fand Tarik Serour, der scheiterte am herausstürzenden Torwart. Eine Minute später vereitelte der starke Gästekeeper die nächste Großchance von Luca Serra, dem nach einem abgewehrten Schuss der Ball vor die Füße fiel, aber er scheiterte mit seinem 10 Meter Schuss am reaktionsschnellen Torwart. Nach dem anschließenden Eckball ging ein Schuss von Yasin Önüt um Haaresbreite am Tor vorbei. Somit ging es torlos in die Kabine zum Pausentee. Der Gastgeber kam druckvoll aus der Kabine und hatte nach einem kapitalen Abwehrfehler von Baumeister die 100%ige Möglichkeit in Führung zu gehen, aber er jagte den Ball völlig freistehend aus 8 Metern in die Wolken (52.). Ein schöner Pass von Franco Petruso fand Tarik Serour, der dadurch allein auf den Torhüter zusteuern konnte, doch mit vereinten Kräften konnte ein Abwehrspieler und der Torwart Serour am Einschuss hindern (63.). Aus heiterem Himmel gingen die Gäste in der 70. Minute in Führung. Nach einem unnötigen Foulspiel von Ferdi Er gab es 18 Meter vor dem Tor Freistoß für die Gäste. Diesen setzte Simon unhaltbar zum 0:1 in die Maschen. Zu allem Unglück aus Sicht des Gastgebers erzielten die Gäste mit ihrem nächsten Angriff durch Reichl in der 73. Minute das 0:2, allerdings wurde dieser Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position erzielt. Der SVE versuchte mit aller Macht den Anschlußtreffer zu erzielen, doch der Teufelskerl im Regglisweiler Tor machte alles zunichte, wie auch in der 80. Minute als er einen 20 Meter Freistoß von Tarik Serour aus dem Toreck kratzte. In der letzten Spielminute konterten die Gäste die Heimelf schulmäßig aus und trafen durch Pfluger zum 3:0 Endstand. Unter dem Strich ging der Sieg der kampfstarken Gäste in Ordnung, auch wenn er ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel, da sie vor dem Tor einfach effektiver waren und ihre Chancen gnadenlos ausnutzten. Mannschaftsaufstellung: Ebersbach: Schöffel - Renn (29. Egger), Kümmerle, Kivotidis, De Rosa - Er, Tabe - Serour, Petruso, Serra (70. Dick) - Önüt Regglisweiler: Gertler - Hess, Hinkl, Baumeister, Simon, Rueß (87. Huth), Elze (65. Emmert), Pfluger, Reichl, Reinert, Raach Schiedsrichter: Erik Kronmüller Zuschauer: 240


Vorbericht zum 17. Spieltag
Der Trainerwechsel beim FC Donzdorf sorgt vor dem Landesliga-Derby gegen den FC Eislingen für zusätzliche Brisanz. Der SV Ebersbach empfängt am Sonntag Regglisweiler, Bad Boll spielt in Echterdingen.
Im Zeichen des Abstiegskampfes steht das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Donzdorf und dem FC Eislingen am letzten Vorrunden-Spieltag der Landesliga. Sportlich ohnehin brisant genug, erhielt das Derby noch zusätzlichen Reiz durch den Trainerwechsel beim Gastgeber, der sich Anfang der Woche von Jörg Breg trennte. In Donzdorf hofft man dadurch auf den berühmten Ruck in der Mannschaft. Der bisherige Co-Trainer Peter Frömmel stellt das Team für die kommenden Aufgaben bis zur Winterpause ein.
Frömmel springt zum zweiten Mal nach 2009 ein, als er in der Verbandsliga-Rückrunde für Niels Schlotterbeck übernahm. "Die Situation ist mit damals nicht vergleichbar, weil ich Jörg Breg auch freundschaftlich verbunden bin", erklärt Frömmel, der aus Vereinssicht nachvollziehen kann, "dass etwas passieren musste. Die Mannschaft ist nach den Misserfolgen unzufrieden und verunsichert. Ich versuche in erster Linie, gute Stimmung reinzubringen. Viel ändern kann ich in der kurzen Zeit nicht, zumal personell nicht so viele Alternativen da sind".
Ob der 40-jährige selbst auflaufen wird, wie in den letzten beiden Spielen, hat er noch nicht entschieden: "Die Kickschuhe werden auf jeden Fall eingepackt. Klar ist, dass wir gewinnen müssen, aber Eislingen kommt mit dem ersten Saisonsieg im Rücken."
An den 2:0-Erfolg gegen Illertissen will Michael Baumgarten mit dem FC Eislingen in Donzdorf anknüpfen. "Der Trainerwechsel macht die Aufgabe für uns allerdings nicht einfacher. Es bleibt abzuwarten, ob beim Gegner eine Trotzreaktion einsetzt", erklärt Baumgarten, der drei Jahre als Torwarttrainer beim FC Donzdorf fungierte, ehe er vor der Saison in gleicher Funktion nach Eislingen wechselte. Dort übernahm Baumgarten Ende September dann das Traineramt, nachdem sich der Klub von Andreas Schneller getrennt hatte. Frömmel wie Baumgarten sind zunächst interimsweise bis zur Winterpause im Amt. "Beide Vereine brauchen morgen die Punkte, wir noch dringender als Donzdorf", erklärt Baumgarten vor dem Anpfiff um 14.30 Uhr im Lautertalstadion.
Der SV Ebersbach empfängt am Sonntag den TSV Regglisweiler. Ein Heimsieg wäre die Krönung einer herausragenden Vorrunde. Spitzenreiter FC Frickenhausen ist spielfrei, bei einem Dreier würde Ebersbach nach Punkten mit dem Primus gleichziehen. Eine Woche später kommt dann zum Rückrunden-Auftakt der TSV Bad Boll ins Strutstadion.
Ihre Serie von Spielen gegen die Topteams der Landesliga setzen die Boller am Sonntag auswärts beim TV Echterdingen fort. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen beim Sieg in Regglisweiler und der knappen Niederlage gegen Frickenhausen braucht sich der TSV Bad Boll auch beim Verbandsliga-Absteiger nicht zu verstecken. Der SC Geislingen tritt als Tabellensiebter am Samstag beim nur drei Punkte schlechter auf Rang elf platzierten TSV Weilheim an.
SC Geislingen - SV Ebersbach 1:2
Der SV Ebersbach bleibt in der Fußball-Landesliga unangefochten die Nummer eins im Kreis. Der Tabellenzweite setzte sich im Derby beim SC Geislingen dank zweier Treffer von Tarik Serour verdient 2:1 durch.
Beinahe hätten sich die spielerisch überlegenen Ebersbacher um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. In den letzten 20 Minuten spielten sie ihre Konter "zu schlampig", moniert Trainer Dinko Radojevic und gerieten noch ins Trudeln. Die lange harmlosen Gastgeber warfen am Ende ihre ganze Moral in die Waagschale, setzten den SVE mit langen Bällen unter Druck und brachten Radojevic ins Schwitzen. "Da hätte schon was passieren können", räumt der SVE-Coach ein, ohne am "völlig verdienten" Sieg der Seinen zu rütteln.
Kollege Andreas Strehle hätte sich sein Team "von Anfang an so gewünscht" wie in den letzten 20 Minuten. Auch da bot der SC spielerisch wenig, aber mit viel Power war der Ausglich mehrmals möglich. Orlando aus 14 Metern (76.), Geiger aus acht Metern (77.) und per Kopf (83.) hätten den Ball fast doch noch ins Tor gearbeitet. Fußballerisch fand Strehle wenig Anlass zu Begeisterung, attestiert den Seinen "offensiv große Probleme" und vermied es, sie an den vielen Ausfällen festzumachen.
Zu den gesperrten Hartmann und De Lucia gesellten sich kurzfristig Hartmann und Sir, nach 17 Minuten musste auch noch Torjäger Daniel Zuljevic mit Verdacht auf Bänderriss vom Platz. Für den SC war das gestern zu viel Substanzverlust, um die individuell hochkarätig besetzten Gäste ernsthaft zu bedrohen. In Durchgang eins blieben die Geislinger bis auf einen Distanzschuss von David Leu (37.) völlig harmlos.
Immerhin hielt die Deckung Ebersbachs gefährliche Angreifer weitgehend auf Abstand. Keeper Timo Schöffel rettete gegen Önüts spektakulären Fallrückzieher (21.) und den frei vor ihm auftauchenden Serour (42.) das torlose Remis zur Pause.
Zwei Minuten nach Wiederbeginn stand Serour wieder blank vor dem Geislinger Schlussmann und ließ ihm diesmal keine Chance. Angesichts der eher hilflosen Geislinger Offensivbemühungen bis dahin schien dem Treffer schon entscheidende Bedeutung zuzukommen. Doch dann kam der Zufall den Gastgebern zu Hilfe. Ein zu kurz abgewehrter Freistoß landete im Strafraum bei Benjamin Geiger, der blitzschnell reagierte und zum Ausgleich einschoss (52.).
Plötzlich wollten die Geislinger noch mehr und rannten in ihr Verderben. "Wir haben uns zu sehr entblößt", kritisiert Strehle die Naivität der Seinen, die sich im Bemühen um die Führung einen Konter einfingebn. Den spielte der SVE perfekt, Serour stand wieder frei vor Schöffel und traf erneut (55.).
Der SC-Trainer vermisste nicht nur in dieser Situation "die fünf Prozent Galligkeit", um so einen Gegentreffer zu verhindern. Symptomatisch für seine braven Zöglinge: Alle sechs eingesetzten Defensivspieler kamen ohne gelbe Karte davon. Für ihren Coach nicht unbedingt Ausdruck vorbildlicher Spielweise: "Nebenherlaufen ist manchmal zu wenig", sagt Strehle.



Vorbericht auf den 16. Spieltag
Mit dem SC Geislingen und dem SV Ebersbach stehen sich die bestplatzierten Landesliga-Kreisvereine am Sonntag direkt gegenüber. TSV Bad Boll empfängt zeitgleich Spitzenreiter FC Frickenhausen.
Den Auftakt zum 16. Spieltag macht der FC Eislingen, der am Samstag (14.30 Uhr) Illertissen II empfängt. Die Lage hat sich auch unter Michael Baumgarten kaum verändert, der Rückstand des Vorletzten auf das rettende Ufer ist auf zehn Zähler angewachsen. Die Formkurve ging unter Baumgartens Regie nach oben, für den ersten Saisonsieg reichte es aber noch nicht.
Als Drittletzter steht der FC Donzdorf tabellarisch kaum besser da, doch haben die Lautertäler immerhin zwölf Punkte und die Nichtabstiegsränge im Blickfeld. Allerdings geben die gezeigten Leistungen wenig Anlass zur Hoffnung. Nach dem 3:2-Heimerfolg über Weilheim sammelte die Breg-Elf aus vier Partien nur einen Punkt. 22 erzielte Treffer sind in Ordnung, die Probleme liegen in der Rückwärtsbewegung, wie 31 Gegentore in 14 Begegnungen belegen. Das muss sich ändern, um in die Erfolgsspur zu finden.
Die Kurve im Abstiegskampf bekommen hat der TSV Bad Boll, der mit 17 Punkten und einem positiven Torverhältnis auf dem Weg in gesicherte Tabellenregionen ist. Die Boller hatten am Dienstag spielfrei, davor gelang ein 2:1-Erfolg beim Fünften TSV Regglisweiler. Die Mannschaft hat sich unter Trainer Mirko Doll merklich stabilisiert, die Rückkehr von Schlüsselspieler Patrick Kölle brachte weiteren Rückenwind. Am Sonntag gastiert Tabellenführer FC Frickenhausen im Erlengarten. Mit einem positiven Ergebnis würde Boll dem SV Ebersbach in die Karten spielen.
Der SVE liegt als Zweiter nur drei Punkte hinter Frickenhausen mit einer Begegnung in der Hinterhand. Da Illertissen auf Rang drei bereits sieben Punkte dahinter liegt, deutet alles auf einen Zweikampf an der Spitze hin. Der SC Geislingen, am Sonntag um 14.30 Uhr Gastgeber der Ebersbacher, fügte dem Primus die einzige Niederlage zu.
Das Derby im Eybacher Tal erhält zusätzliche Brisanz durch die beiden Torhüter. Bei den Gastgebern hütet Timo Schöffel, den Bruder Michael "von den Grundvoraussetzungen her" als den besseren Torhüter sieht, das Gehäuse. "Timo ist körperlich stärker sowie fußballerisch und bei Flanken besser. Im Gegensatz zu mir fehlt ihm dafür die Verrücktheit eines Torhüters", sagt der SVE-Keeper und lacht. "Das mit der Verrücktheit kann ich bestätigen, das mit den Flanken muss ich zurücknehmen. Er ist halt der große Bruder, der macht den kleinen immer besser", meint Timo mit einem Augenzwinkern. "Wir sind von der Art, vom Charakter her verschieden", schätzt der SC-Torwart ein, "Michael ist lautstark auf dem Platz, hier ist der größte Unterschied." Einig sind sich beide, dass sie beim Stand von 0:0 in der Schlussminute nicht zu einem Elfmeter antreten würden. Die Gründe hierfür unterscheiden sich allerdings. "Lehmann sagte mal: Torhüter schießen nicht gegen Torhüter aus Respekt"", so Michael. Timo dagegen schätzt die Chancen für einen Feldspieler höher ein, Lust indes hätte er: "Ich würde ihm gerne einen reinhauen."
Die beiden freuen sich sehr auf das Aufeinandertreffen. Übereinstimmend sehen sie ideale Voraussetzungen für einen interessanten Lokalkampf vor reichlich Zuschauern. "Wir freuen uns auf den SC, der SC freut sich auf uns, weil beide Teams Dinge spielerisch lösen wollen und nicht nur aufs Zerstören aus sind. Ich hoffe auf ein attraktives Spiel", so der Ebersbacher, der kein Ergebnis tippen will, dafür aber sicher weiß, "dass die ganze Familie nach dem Spiel Essen gehen wird - egal wie es ausgeht." Timo Schöffel tippt auf einen Heimsieg: "Er soll nicht zu viele Tore bekommen, deshalb reicht ein 1:0."
Bitter für Ebersbach: Bei Spielertrainer Dinko Radojevic, der sich gegen Dorfmerkingen verletzte, besteht Verdacht auf Kreuzbandriss.
SV Ebersbach - Spfr Dorfmerkingen 2:1
Der SV Ebersbach feierte in einer spannenden Landesliga-Partie einen hart umkämpften 2:1-Sieg gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen und festigte dadurch den zweiten Tabellenplatz.
Als der Schuss von Gästestürmer Nick Senger in der zweiten Minute der Nachspielzeit nur die Linie entlang statt ins leere Ebersbacher Tor trudelte, hatte eine nervenaufreibende Schlussphase im Strutstadion ihren Höhepunkt erreicht. Auch nach dem Abpfiff hatten sich die Gemüter nach einer im zweiten Durchgang packenden Landesliga-Partie noch nicht beruhigt. Marius Nigl stieß einen Dorfmerkinger zu Boden und sah die Rote Karte.
"Wir sind selbst schuld, dass es so spannend wurde, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben", erklärte Stürmer Franco Petruso, der in der 50. Minute das 2:0 beigesteuert, allerdings kurz darauf auch mit einem unnötigen Ballverlust den Anschlusstreffer durch Florian Wille begünstigt hatte. Zwischen der 60. und 75. Minute ging der SV Ebersbach zu lässig mit einer Reihe hochkarätiger Konterchancen um und vergaß den Sack vorzeitig zuzumachen. Petruso wurde in der 64. Minute auf dem Weg zum 3:1 zu Boden gerissen, Gegenspieler Tobias Wieser musste folgerichtig vom Platz. "Wir haben es aber nicht geschafft, die Überzahl auszunutzen und Ruhe ins Spiel zu bringen", haderte Petruso und war froh, dass "wir nicht noch zwei Punkte abgeben mussten."
Der Sieg war gegen die erwartet starken und nie aufsteckenden Dorfmerkinger verdient, hing aber am Ende am seidenen Faden, weil sich zunehmend Nervosität in der Hintermannschaft ausbreitete. "Irgendwann bekommst du zwangsläufig Probleme, wenn es der Gegner permanent mit langen Bällen in die Spitze versucht", erklärte Spielertrainer Dinko Radojevic, der lediglich das beruhigende 3:1 vermisste, sich aber ansonsten zufrieden mit seinen Spielern zeigte: "Ich habe einige schön herausgespielte Aktionen gesehen, wie wir es im Training einstudieren. Leider sind nur zwei Tore dabei herausgesprungen, es hätten sechs oder sieben sein können", sagte der Coach.
Radojevic hatte sich nach einer knappen halben Stunde ohne gegnerische Einwirkung das Knie verdreht und musste nach minutenlanger Unterbrechung vom Platz getragen werden, konnte aber die zweite Hälfte mit bandagiertem Knie auf der Bank verfolgen. Eine genaue Diagnose wird erst der Arztbesuch ergeben. Florian Kümmerle musste mit Mittelfußproblemen ebenfalls schon in der ersten Hälfte ausgewechselt werden. Nicht weniger schlimm erwischte es die Gäste, die im Lauf der Partie fast ihre komplette Viererkette nach Verletzungen verloren.
SO SPIELTEN SIE
SV Ebersbach: Schöffel - de Rosa, Kümmerle (32. Renn), Kivotidis, Nigl - Tabe, Er - Radojevic (32. Isik), Serour, Önüt (90. Serra) - Petruso.
SF Dorfmerkingen: Zech - Leib (46. Hasenmaier), Funk (32. Wieser), Mahler, Haas (68. Nietzer) - Kolb, Ex, Schill, Vesel - Wille, Senger.
SR: Vielberth (Reutlingen).
Tore: 1:0 Önüt (48.), 2:0 Petruso (50.), 2:1 Wille (54.)
Gelb-Rot: Schill (90.+3)
Rote Karte: Wieser (64., Notbremse), Nigl (Tätlichkeit nach Schlusspfiff).
Zuschauer: 250.
Etwas glücklich, aber nicht unverdient nahm der SVE die Hürde beim kampfstarken Tabellenletzten TSV Köngen. Die spieltechnische Überlegenheit des SVE machte der Gastgeber mit enormen Einsatz wieder wett und der SVE hatte bange Minuten zu überstehen, ehe letztendlich der kanppe, aber verdiente Sieg aufgrund der 1. Halbzeit eingefahren wurde. Der TSV Köngen versuchte von Beginn an die Partie offen zu gestalten, doch nach und nach übernahm der SVE die Initiative und erspielte sich mehrere Torchanchen. Bereits in der 5. Minute drang Franco Petruso nach Pass von Ferdi Er in den Strafraum ein, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Nach 11 Minuten dann bereits die Führung durch Tarik Serour, der sich nach tollem Zuspiel von Dinko Radojevic auch von 2 Köngener Abwehrspielern nicht abdrängen ließ und eiskalt zum 1:0 vollendete. Die Gastgeber zeigten sich zunächst nicht beeindruckt und hatten ihrerseits in der 13. und 19. Minute gute Chanchen zum Ausgleich, doch scheiterten sie jeweils am aufmerksamen Michael Schöffel. Danach spielte jedoch nur noch der SVE und hätte die Partie bereits bis zur Pause entscheiden müssen. Durch schnelles Spiel über die Außen bzw. in die Tiefe ergaben sich gute Einschussmöglichkeiten, die entweder knapp vergeben oder vom guten Torhüter der Gastgeber Felix Lache gehalten wurden. Zur Halbzeit hätte die Partie längst mit 3-4 Toren zu Gunsten des SVE entschieden sein müssen. Nach der Pause kam der TSV Köngen noch engagierter aus der Kabine und setzte den SVE unter Druck. Unverständlicherweise passte man sich der Spielweise des Gastgebers an, anstatt weiterhin die technische Überlegenheit auszuspielen. In der 59. Minute dann die größte Möglichkeit für den TSV Köngen zum Ausgleich, als beide Stürmer völlig frei vor Torhüter Michael Schöffel auftauchten, aber diese große Chance überhastet vergaben und auch in der 66. Minute stand dem SVE das Glück zur Seite, als Marius Nigl nach einem Eckball gerade noch auf der Linie klären konnte. Danach hielt der SVE wieder mehr dagegen und setzte selbst wieder die Akzente. In der 70. Min. bot sich Ferdi Er die Möglichkeit zum 2:0, als er herrlich von Dinko Radojevic freigespielt wurde, aber sein Schuss aus 14 Meter ging hauchdünn über die Latte. Mit dem schönsten Spielzug in der 2. Hälfte fiel dann endlich in der 85. Minute das erlösende 2:0. Über Dinko Radojevic und Tarik Serour wurde Franco Petruso auf der rechten Seite freigespiel, dessen Pass in die Mitte mußte Marius Nigl nur noch über die Torlinie drücken. Doch wer dachte, dass dies schon die Entscheidung sei, sah sich getäuscht, dann bereits eine Minute später gelang nach einer Unaufmerksamkeit dem eingewechselten Marc Heidrich der Anschlußtreffer zum 1:2. Als dann auch noch kurz darauf Ferdi Er völlig unverständlich mit Gelb/Rot vom Platz mußte, warf der TSV Köngen nochmals alles nach vorne, doch der SVE ließ nichts mehr anbrennen und nach 95 Minuten war der Sieg dann endlich unter Dach und Fach. TSV Köngen: Lache – Horeth, Kleinikel (ab 46. Essert), Kaiser, Weise, Römer (70. Heidrich), Seidler, Posva, Scholz, Baykara SVE: Schöffel – Kümmerle, Er, Tabe, Petruso, Önüt, (65. De Rosa) Serour, Kivotidis, Renn, Radojevic (86. Isik),Nigl Zuschauer:240 Schiedsrichter: Daniel Scharly (Niederstetten)
Vorbericht auf den 14. Spieltag
Einen Doppelspieltag am Samstag und an Allerheiligen bestreiten die Landesligafußballer. Beim FC Eislingen, der morgen Bargau empfängt, bleibt Trainer Michael Baumgarten auf jeden Fall bis zur Winterpause.
Alle Partien des 13. Spieltages der Landesliga werden durch die anstehende englische Woche am morgigen Samstag ausgetragen. Dabei hofft der SV Ebersbach auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter FC Frickenhausen beim zuletzt starken SC Geislingen. Die zweitplatzierten Ebersbacher stehen beim Schlusslicht TSV Köngen vor einer vergleichsweise leichten Aufgabe. Spielertrainer Dinko Radojevic erinnert an eine ähnliche Konstellation wie vor zwei Wochen, als seine Mannschaft beim FC Eislingen nicht über ein 1:1 hinauskam, und warnt: "Ich hoffe, wir haben aus diesem Spiel gelernt, uns nicht von der Tabellensituation blenden zu lassen. In Eislingen haben wir ohne Tempo gespielt und keinen Zug zum Tor gehabt. Gerade in solchen Spielen musst du aber noch mehr arbeiten." Stürmer Louis Hörger fällt mit Muskelfaserriss aus. Dafür kehrt Denis Egger, der drei Wochen aus beruflichen Gründen fehlte, in den Kader zurück. Am Dienstag empfängt Ebersbach dann die Sportfreunde Dorfmerkingen zum Heimspiel.
Der TSV Bad Boll steht in den kommenden Wochen vor einem knallharten Programm. Die nächsten Gegner heißen Regglisweiler, Frickenhausen, Echterdingen und Ebersbach, allesamt unter den ersten Fünf der Tabelle zu finden. "Wir müssen den Spielplan annehmen, diese Partien mutig angehen und das Beste daraus machen", erklärt Trainer Mirko Doll, der weiß, "dass wir in der Tabelle noch nicht wirklich weit von den hinteren Plätzen entfernt sind." Wenigstens bleibt dem TSV Bad Boll nach dem Auswärtsspiel beim TSV Regglisweiler die Doppelbelastung unter der Woche erspart, denn am Dienstag ist der TSV spielfrei. Angeschlagen sind Lukasz Majowski und Pascal Hartmann. Alternativen hat Doll, er verweist auf die Leistung der eingewechselten Spieler beim 2:3 gegen den SC Geislingen: "Alexander Persch hat beispielsweise ein gutes Spiel gemacht."
Spielfrei ist der FC Donzdorf am morgigen Samstag. Trainer Jörg Breg hat stattdessen eine Trainingseinheit angesetzt, um für das wichtige Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TV Nellingen am Dienstag im Rhythmus zu bleiben. Aus den nächsten Partien gegen Nellingen, Vaihingen und Eislingen fordert Breg unmissverständlich sieben Punkte: "Alle wissen das, jeder kann die Tabelle lesen." Bregs Problem ist, dass seine Mannschaft gegen stärkere Gegner in der Regel gut mitspielt, aber die Leistungen nicht in die wichtigen Sechs-Punkte-Spiele transportiert und diese zuletzt verpatzte. Noch ist im Abstiegskampf aber alles eng zusammen. Lediglich der FC Eislingen und der TSV Köngen sind bereits einige Punkte vom Rest der Liga getrennt.
In Eislingen sind vor dem Heimspiel gegen den FC Bargau die Spekulationen um den Trainerposten vorerst beendet. Der Geschäftsführende Vorsitzende Thomas Rupp bestätigte, dass Michael Baumgarten in jedem Fall bis zur Winterpause Trainer bleibt. Nach zuletzt zwei Unentschieden "ist es Zeit, dass wir dreifach punkten", weiß Baumgarten vor der Partie gegen einen Gegner, der ebenfalls im Abstiegskampf steckt. "Wir definieren uns im Moment über den Kampf und ich hoffe, dass dieser Einsatz jetzt mit einem Sieg belohnt wird, um in der Tabelle wieder Land zu sehen." Verzichten muss Baumgarten auf den verletzten Daniel Avgustinovic sowie Rotsünder David Hilger, und das in jedem Fall auch noch am Dienstag beim Auswärtsspiel in Schnaitheim.
SV Ebersbach - TSV Deizisau 5:1
Mit einer Glanzleistung beim 5:1 Sieg gegen den Tabellenfünften TSV Deizisau ist der SV Ebersbach in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit einem Paukenschlag begann die Partie im Strutstadion, denn bereits nach 20 Sekunden zeigte die Unparteiische Karoline Wacker auf den Elfmeterpunkt, als Viehmann im Zweikampf mit Kapitän Anastasios Kivotidis zu Fall kam. Doch Morisco konnte die Chance nicht nutzen und scheiterte am reaktionsschnellen Michael Schöffel. Besser machte es der Gastgeber in der 5. Minute. Nach einem schönen Angriff kam Dinko Radojevic im Strafraum an den Ball und legte zurück auf Franco Petruso, der den Ball aus 16 Metern im Netz versenkte. Nur drei Minuten später hatten die Ebersbacher Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, als Franco Petruso herrlich von Ferdi Er freigespielt wurde, doch sein Lupfer über den Torwart landete am Torpfosten. In der 19. Minute zog Tarik Serour auf und davon und spielte mit Übersicht Marius Nigl frei, dieser scheiterte freistehend am Torwart. Ein weiter Schlag nach 30 Spielminuten fand Dinko Radojevic, der flankte präzise auf Franco Petruso, doch dessen Kopfball konnte Torwart Föll entschärfen. Im Anschluß an den folgenden Eckball lag der Ball im Deizisauer Tor. Torwart Föll faustete einen Schuss von Ferdi Er an den vor ihm stehenden Anastasios Kivotidis, von dem der Ball den Weg zum 2:0 ins Tor fand. Sein Können unter Beweis stellen musste Keeper Michael Schöffel, als er den Ball gegen den vor ihm frei auftauchenden Seifried abwehren konnte und somit den Anschlußtreffer vereitelte. Franco Petruso spielte mit einem schönen Pass die Abseitsfalle der Gäste aus und schickte Salvatore De Rosa auf die Reise, doch sein Schuss konnte Torwart Föll mit einem Reflex über die Latte lenken (45.). Der SVE kam druckvoll aus der Kabine und konnte bereits in der 48. Minute auf 3:0 erhöhen. Ein schnell vorgetragener Angriff über Franco Petruso war der Ausgangspunkt für den Treffer, der Tarik Serour perfekt bediente, so dass dieser den Ball aus 7 Metern nur noch ins leere Tor schieben musste. Der Gast aus Deizisau hatte in der 60. Minute Pech, als ein Schuss von Seifried auf dem Tornetz landete. Durch einen abgefälschten Schuss von Schöllkopf konnte der Gast in der 66. Minute auf 1:3 verkürzen. Den alten drei Tore Abstand wurde in der 70. Minute wieder hergestellt, als Dinko Radojevic die Abseitsfalle aushebelte und Franco Petruso bediente, dieser legte uneigennützig quer auf Tarik Serour, der mit dem Ball am Fuß ins Tor laufen konnte. Nur eine Minute später kam Ferdi Er nach einem Eckball frei zum Kopfball, doch der Ball ging knapp über das Gehäuse. Der SVE wirbelte weiter die Gästeabwehr durcheinander und erzielte folgerichtig in der 74. Minute das 5:1. Der Ball lief wie am Schnürchen durch die Ebersbacher Reihen und fand zum guten Schluss Ferdi Er, der allein vor dem Torwart die Nerven behielt und den Ball durch die Hosenträger des Keepers zum 5:1 im Netz versenkte. In der 84. Minute erkämpfte sich der eingewechselte Onur Yildiz den Ball an der Eckfahne und legte mustergültig quer auf Ferdi Er, der das Kunststück fertig brachte den Ball aus 2 Metern über das leere Tor zu schießen. Durch diesen hochverdienten Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten schwingt sich der SVE zum Verfolger Nummer eins von Klassenprimus FC Frickenhausen auf.
Mannschaftsaufstellung: Ebersbach: Schöffel - P. Renn, Kümmerle, Kivotidis, De Rosa - Tabe, Er - Serour, Radojevic (75. Isik), Nigl (75. Dick) - Petruso (79. Yildiz)
Deizisau: Föll - Fischer, Yilmaz, Schöllkopf, Viehmann (46. Hurui), Morisco (53. Altindil), Widmaier, Mprasenikis, Ruoff, Seifried, Staas (59. Lang) Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Murrhardt) Zuschauer: 400
Vorbericht auf den 13. Spieltag
Im Landesliga-Derby treffen am Sonntag TSV Bad Boll und SC Geislingen aufeinander. Der SV Ebersbach erwartet Deizisau, Donzdorf spielt in Illertissen, der FC Eislingen bereits heute Abend in Weilheim.
Sowohl der TSV Bad Boll als auch der SC Geislingen können nach zuletzt erfolgreichen Spielen voller Selbstvertrauen ins Derby gehen. Die Gastgeber sammelten unter ihrem Trainer Mirko Doll in den letzten Spielen 14 von möglichen 18 Punkten. Der SC Geislingen hat zuletzt zweimal in Folge Spitzenteams regelrecht schwindelig gespielt, nach dem 3:0 in Dorfmerkingen und dem zu knapp ausgefallenen 2:1 gegen Regglisweiler wollen die Geislinger ihren Lauf im Boller Erlengarten fortsetzen.
Beim Derby prallen auch zwei Serien aufeinander. SC-Trainer Andreas Strehle hat seit seinem Amtsantritt in Geislingen vor knapp zwei Jahren noch kein Pflichtspiel gegen eine Mannschaft aus dem Kreis Göppingen verloren. Auf der anderen Seite ist Mirko Doll seit seinem Einstieg beim TSV Bad Boll in sechs Spielen noch unbesiegt. Nur bei einem Unentschieden hätten beide Serien weiter Bestand.
Doll freut sich auf den SC, bei dem er einst selbst ein Jahr gespielt hat, und dessen zahlreiche Schlachtenbummler. Er erwartet ein interessantes Spiel, denn "beide Mannschaften sind offensiv ausgerichtet. Geislingen hat einige abgezockte Spieler in seinen Reihen, ich bin gespannt, wie gefestigt meine Mannschaft ist, um damit umzugehen." Personell hat er alle Mann an Bord, lediglich Lukasz Majowski ist leicht angeschlagen. Der Torjäger befindet sich dank Doll, der von Anfang an auf ihn setzte, auf dem Weg zurück zu alter Form. Majowski zahlte das Vertrauen mit sechs Toren und einigen Vorlagen zurück. Deshalb will Doll ihn am Sonntag unbedingt dabei haben.
SC-Trainer Andreas Strehle erwartet im Derby "Gegner auf Augenhöhe". Er hofft nach den zwei tollen Spielen bei seinem Team endlich auf den Faktor Konstanz: "Spielen wir wieder so wie zuletzt, muss uns erst mal einer schlagen." Letzte Woche brachte der SC dem TSV Regglisweiler die erste Niederlage bei, jetzt soll Mirko Doll dieses Erlebnis vermittelt bekommen. "Irgendwann muss er als Cheftrainer mal mit einer Niederlage umgehen, dazu wollen wir ihm verhelfen", verkündet Strehle.
Der SV Ebersbach empfängt am Sonntag den TSV Deizisau. Im Nachhinein konnte der SVE dem an sich mageren 1:1 beim FC Eislingen doch etwas Positives abgewinnen, denn die Konkurrenten aus Regglisweiler und Dorfmerkingen gewannen ihre Spiele ebenfalls nicht. Die Gäste aus Deizisau haben in den letzten drei Spielen kein Tor erzielt. Davon sollte sich die Mannschaft von Dinko Radojevic nicht blenden lassen und mit voller Konzentration einen Heimsieg anstreben.
Der FC Eislingen spielt bereits heute Abend beim TSV Weilheim. Nachdem es immer noch keine Entscheidung in der Trainerfrage gibt, sitzt einmal mehr Michael Baumgarten auf der Bank. In Weilheim sowie den folgenden Partien gegen Bargau und Schnaitheim muss der Tabellenvorletzte punkten, um überhaupt die Chance auf eine Rettung aufrechtzuerhalten.
Der FC Donzdorf steht nach der nicht eingeplanten 1:3-Heimniederlage gegen Schnaitheim erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz. Um diesen schnellstmöglich wieder zu verlassen, muss sich das Team von Trainer Jörg Breg die Punkte an anderer Stelle zurückholen. Am Besten gleich am Sonntag mit einer Überraschung im Auswärtsspiel beim FV Illertissen II.
1. FC Eislingen - SV Ebersbach 1:1Beim 1:1 im Landesliga-Derby fehlten Schlusslicht FC Eislingen wenige Minuten zum ersten Saisonsieg. Der SV Ebersbach verhinderte mit dem Ausgleich in der 88. Minute die totale Blamage.
Der SV Ebersbach arbeitete sich gestern Nachmittag über neunzig Minuten zu uninspiriert am erwarteten Bollwerk des FC Eislingen ab. Dem Landesliga-Derby fehlten Tempo und Überraschungsmomente, ein Tor lag selten in der Luft. Die Zuschauer hätten getrost erst zur zweiten Halbzeit kommen können, in welcher der FC Eislingen bei seinen wenigen Kontern sogar die besseren Chancen hatte. Ein Heber von Klement landete auf dem Tornetz (55.), Robert Wais traf aus spitzem Winkel den Pfosten (62.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Ebersbachs Spielertrainer Dinko Radojevic genug gesehen und wechselte sich trotz Adduktorenproblemen in der 67. Minute ein. Viel besser wurde das Spiel des hohen Favoriten dadurch nicht, die spielerische Überlegenheit kam selten zum Tragen. Von den starken Offensivspielern Serour und Hörger war nichts zu sehen. Der verletzte Franco Petruso, dreifacher Torschütze vom vergangenen Wochenende, wurde schmerzlich vermisst.
In der 76. Minute bahnte sich eine Sensation im Eichenbach-Stadion an. Kivotidis verlor den Ball gegen Wais, der sich trotz Ebersbacher Überzahl durchsetzte und zum 1:0 traf. Der FC Eislingen verteidigte vehement, zwingende Torchancen für die Gäste blieben Mangelware. Für den Ausgleich musste eine der zehn Ebersbacher Ecken herhalten. FC-Torhüter Michael Bantle brachte die Faust nicht entscheidend an den Ball, so dass Florian Kümmerle aus dem Stand einköpfen konnte (88.).
"Das war ein schlechtes Spiel von uns", musste Dinko Radojevic zugeben, "der Spielfluss fehlte und wir haben es nicht geschafft, den Gegner zu knacken. Mit Glück haben wir noch den Ausgleich gemacht." Sein Defensivspieler Ferdi Er erklärte: "Der Gegner stand sehr tief, auf dem Rasen war es schwer zu spielen. Wir haben ein dummes Gegentor bekommen. Heute hat es nicht sollen sein, solche Tage gibt es im Fußball."
"Einen Punkt hatten wir uns zum Ziel gesetzt, aber nach dem Spielverlauf ist das Ergebnis fast etwas enttäuschend", erklärte FC-Torschütze Robert Wais. Auch Interimstrainer Michael Baumgarten hätte einen Sieg für verdient gehalten: "Wir haben den nötigen Biss gezeigt. Der Ausgleich war ärgerlich. Das ist typisch, wenn du unten drin stehst. Aber der Punkt ist wichtig für die Moral vor den anstehenden Aufgaben gegen Gegner aus unserer Tabellenregion."
Ob Baumgarten als Trainer weitermacht, stand gestern noch nicht fest. Offenbar wartet der FC Eislingen auf die Zusage eines anderen Kandidaten. Der Geschäftsführende Vorsitzende Thomas Rupp erklärte: "Wir werden bis Mitte der Woche eine Entscheidung bekanntgeben."
SO SPIELTEN SIE
FC Eislingen: Bantle - Dangelmayer, Schreiber, Kaluderovic, Gulin - Hilger (80. Müller), Pyttel - Ceküc (89. Holdenried), Fetzer, Klement (78. Kurt) - Wais.
SV Ebersbach: Schöffel - Renn (64. de Rosa), Kümmerle, Kivotidis, Nigl - Tabe, Er - Serour, Dick (67. Radojevic), Önüt - Hörger (78. Serra).
SR: Grieser (Schemmerhofen).
Tore: 1:0 Wais (76.), 1:1 Kümmerle (88.).
Zuschauer: 250.
Vorbericht auf den 12. Spieltag
Das Derby zwischen FC Eislingen und SV Ebersbach steht aus lokaler Sicht im Mittelpunkt des zwölften Landesliga-Spieltags. Donzdorf empfängt Schnaitheim, Bad Boll reist nach Dorfmerkingen.
"Die Rollen sind mehr als deutlich verteilt", erklärt Interimstrainer Michael Baumgarten vor dem Landesliga-Derby zwischen Schlusslicht FC Eislingen und dem Tabellenzweiten SV Ebersbach am Sonntag im Eichenbachstadion. "Wir wollen alles geben und ein anständiges Spiel zeigen, dann hoffe ich, dass das Glück mal wieder auf unserer Seite ist. Ein Punktgewinn wäre für die Moral der Mannschaft sehr wichtig, gerade vor den kommenden Spielen gegen Mannschaften aus unserer Tabellenregion."
Die Anzeichen verdichten sich, dass Baumgarten den FC Eislingen längerfristig übernehmen wird. Der Geschäftsführende Vorsitzende Thomas Rupp kündigte eine Entscheidung in der Trainerfrage bis zum Ende der Woche an: "Es haben Gespräche mit mehreren Kandidaten stattgefunden. Wir hoffen, dass wir bis zum Spiel am Sonntag Klarheit haben." Baumgarten habe die Elf vor dem Spiel in Echterdingen sehr gut eingestellt, bestätigte Rupp, konnte aber Definitives in der Trainerfrage noch nicht vermelden.
Der Spielertrainer des SV Ebersbach, Dinko Radojevic, fordert sein Team vor dem Derby auf, sich nicht vom scheinbar klaren Tabellenstand verleiten zu lassen: "In einem Derby zählt das nicht, da geht es auch ums Prestige. Eislingen hat nichts zu verlieren. Wir müssen eine gute Leistung bringen, denn wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen." Radojevic wird in Eislingen auf Grund von Adduktorenproblemen voraussichtlich selbst nicht auflaufen. "Dafür besteht auch kein Bedarf, die Mannschaft hat sich stabilisiert. Wir entwickeln uns langsam in die Richtung, die ich mir vorstelle, nämlich gefestigt zu stehen und darauf aufbauend unser Kombinationsspiel durchzubringen." Auf diese Weise strebt der SV Ebersbach am Sonntag um 15 Uhr den achten Sieg in Folge an.
Zeitgleich zum Derby in Eislingen gastiert der TSV Bad Boll bei den Sportfreunden Dorfmerkingen. Nach 13 von 15 möglichen Punkten seit der Übernahme durch Trainer Mirko Doll ist der TSV aus dem Gröbsten raus und kann die Auswärtsaufgabe befreit angehen. Beim 4:0 gegen Köngen vor Wochenfrist vermisste Doll bei seiner Elf die letzte Spannung: "Ich hatte extra davor gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Ergebnis ist letztlich deutlicher ausgefallen als der Spielverlauf tatsächlich war. Unser Ziel ist es, den momentanen Lauf so lange wie möglich fortzusetzen. Das Selbstvertrauen ist da, um in Dorfmerkingen zu bestehen." Personell schöpft Doll aus dem Vollen. Er kann es sich sogar leisten, Patrick Kölle nach seinem Kreuzbandriss wieder langsam an die Mannschaft heranzuführen.
Beim FC Donzdorf meldeten sich die zuletzt angeschlagenen Andres, Lallemand, Feil und Szenk vor dem Heimspiel am Samstag gegen die TSG Schnaitheim wieder fit. Damit stehen Trainer Jörg Breg mehr Alternativen vor dem wichtigen Heimspiel zur Verfügung. "Wir sind personell zuletzt auf dem Zahnfleisch dahergekommen", erklärt Breg. Ein Sieg gegen den Tabellen-14. ist dringend nötig, um sich die Gäste in der Tabelle vom Leib zu halten und selbst Luft zu den Abstiegsrängen zu schaffen. Breg: "Wir müssen punkten und mit Kampf, Leidenschaft und Spielwitz notfalls das Glück erzwingen." Donzdorf sollte Fortuna jedoch nicht überstrapazieren. Wunder wie das 3:2 nach 0:2 im Heimspiel gegen Weilheim lassen sich nicht beliebig wiederholen.
SV Ebersbach - SV Vaihingen 4:0
Mit seinem siebten Sieg in Serie untermauert der SV Ebersbach seinen 2. Tabellenplatz und bleibt dem Klassenprimus FC Frickenhausen auf den Fersen. Die forschen Gäste aus Vaihingen hatten in der 6. Minute die erste Torchance im Spiel, als ein abgefälschter Freistoß knapp am Tor vorbeitrudelte. Der Gastgeber setzte in der 10. Minute das erste Ausrufezeichen, als ein Kopfball von Yasin Önüt aus 6 Meter Entfernung nach einem Eckball von Tarik Serour hauchdünn über das Tor segelte. Die Gäste machten weiterhin dem SVE das Leben schwer, indem sie durch ihr Pressing den SVE nicht ins Spiel kommen ließen. So waren es die Gäste, die in Person von Stark Torwart Michael Schöffel mit einem 16 Meter Schuss auf die Probe stellte (30.). In der 33. Minute erzielte der SVE das erlösende 1:0. Yasin Önüt konnte sich auf dem Flügel durchsetzen und nach innen passen auf Franco Petruso, der seinen Gegenspieler ausspielte und die Kugel unhaltbar aus 9 Metern im Netz versenkte. Von da an kam das Spiel des Gastgebers ins Rollen und es dauerte nur zwei Minuten bis der Ball wieder im Tor der Gäste lag. Tarik Serour konnte sich auf der Außenbahn durchsetzen und wurde knapp innerhalb des Strafraums von den Füßen geholt, was folgerichtig zum Strafstoßpfiff führte. Diesen verwandelte Franco Petruso sicher zum 2:0. Nur eine Minute später hatte Tarik Serour die Möglichkeit die Führung auszubauen, als er nach Vorarbeit von Louis Hörger freistehend am reaktionsschnellen Torwart scheiterte. Ein Konter wie aus dem Lehrbuch leitete das 3:0 in der 43. Minute ein. Louis Hörger spielte präzise Tarik Serour frei, dieser zog auf und davon und bediente uneigennützig den mitgelaufenen Ferdi Er, der den Ball nur noch ins leere Tor einschieben musste. Nachdem sich beide Mannschaften neutralisiert hatten in Durchgang zwei, war es der SVE der die große Chance hatte das Ergebnis zu erhöhen, als Yasin Önüt schön freigespielt wurde und allein auf den Torwart zusteuerte, doch der Keeper hatte den Braten gerochen und ließ sich nicht von Önüt überlupfen (57.). In der 62. Minute wurde Michael Schöffel durch einen 20 Meter Schuss von Hauner zu einer Glanzparade gezwungen. Ein herrlicher Seitenwechsel von Tarik Serour eröffnete eine weitere gefährliche Szene für den Gastgeber, doch der Torwart der Gäste konnte den 16 Meter Schuss von Franco Petruso mit einem Reflex aus dem Eck fischen (69.). Eine Viertelstunde vor Spielende bekam der Ebersbacher Peter Renn nach einem Foul die Ampelkarte vom guten Schiedsrichter Eggle gezeigt. Trotz Unterzahl konnte der Gastgeber in der 81. Minute auf 4:0 erhöhen. Ein Traumpass von Tarik Serour in den Lauf von Franco Petruso, der ließ den Torhüter aussteigen und erzielte artistisch seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag. In der 85. Minute wurde das Gleichgewicht in der jeweiligen Spieleranzahl wieder hergestellt, als Schneider ebenfalls die Gelb-Rote Karte erhielt. Sechzig Sekunden später wurde Marius Nigl mustergültig freigespielt, doch sein Schuss konnte kurz vor überschreiten der Torlinie von einem Vaihinger Abwehrspieler geklärt werden. So blieb es beim verdienten 4:0 Sieg gegen einen keinesfalls enttäuschenden Gast aus Vaihingen, die bis zum ersten Gegentor gut mithielten und den Gastgeber vor Probleme stellte. Doch nach dem Führungstreffer zeigte der SVE warum er auf dem 2. Tabellenplatz steht und begeisterte die Zuschauer zeitweise mit tollem Kombinationsfussball.
Mannschaftsaufstellung: Ebersbach: Schöffel - P. Renn, Kivotidis, Kümmerle, Nigl - Tabe, Er - Önüt (64. Trost), Petruso (82. Helmer), Serour - Hörger (75. Serra) Vaihingen: Milchraum - Müller, Schneider, Knoll, Hauner, Ajdinovic (46. Freyer), Volz, M. Löw (Feichtinger), Stark, Lapeschi (46. J. Löw), Durak Schiedsrichter: Manuel Eggle (Nersingen) Zuschauer: 260
Vorbericht auf den 11. Spieltag
Donzdorfs Fußballer gastieren morgen in Bargau. Bad Boll und Ebersbach genießen am Sonntag um 15 Uhr Heimrecht, Eislingen tritt auswärts an.
Nach gut einem Drittel der Saison hat sich eine Dreiklassengesellschaft bei den fünf Kreisvereinen in der Landesliga herauskristallisiert. Das obere und untere Ende bilden SV Ebersbach und FC Eislingen, dazwischen rangieren SC Geislingen, FC Donzdorf und TSV Bad Boll.
Die ursprünglich 0:0 endende Partie beim TV Echterdingen wurde (wie berichtet) 3:0 für Ebersbach gewertet. Jetzt hat der Württembergische Fußballverband den Echterdinger Einspruch abgewiesen und den Ebersbacher Erfolg am grünen Tisch bestätigt. In der Tabelle steht der SVE damit mit 22 Punkten aus neun Partien auf Rang zwei, sechs Zähler hinter Spitzenreiter Frickenhausen, der aber ein Spiel mehr absolviert hat.
Ob sich die Radojevic-Elf zum ernsthaften Verfolger mausern kann, erscheint aber fraglich, zu deutlich ist die Dominanz der Frickenhäuser im bisherigen Saisonverlauf. Dahinter scheint Ebersbach, am Sonntag Gastgeber gegen Aufsteiger SV Vaihingen, den Rest der Liga anzuführen. Der letztjährige Vize Dorfmerkingen hat nach bisheriger Einschätzung an Qualität eingebüßt, Absteiger Echterdingen kommt ebenfalls nicht in Tritt. Überraschungsteams wie Regglisweiler und Deizisau mangelt es an Konstanz.
Von der Tabellenspitze geht es ans andere Ende des Klassements, wo der noch sieglose FC Eislingen mit drei Punkten die rote Laterne trägt. Die Vorstellungen der Mannschaft geben wenig Hoffnung, dass sich an dieser Momentaufnahme in naher Zukunft etwas ändert. Natürlich werden die Blau-Weißen die Flinte nicht ins Korn werfen, aber angesichts von fünf direkten Absteigern kann nur ein Wunder à la Ebersbach im Vorjahr den Traditionsklub vor dem Gang in die Bezirksliga retten.
Die Trennung von Trainer Andreas Schneller verfehlte bei der 0:6-Heimklatsche gegen Frickenhausen erst einmal ihre Wirkung. Für Schneller sitzt Michael Baumgarten vorläufig auf der Bank. Mit zahlreichen Akteuren, die Schneller in der Jugend bereits unter seinen Fittichen hatte, spielte der FCE vor Jahresfrist eine sensationelle Vorrunde, stürzte aber in der Rückserie ab und schrammte nur knapp am Abstieg vorbei. In diesem Spieljahr wurde der Jugendkurs konsequent fortgesetzt, doch scheint die Landesliga für den Kader im Augenblick eine Nummer zu groß zu sein. Unter den jetzigen Voraussetzungen wäre ein Sieg am Sonntag um 15 Uhr beim TV Echterdingen als Sensation einzustufen.
Bilden Ebersbach und Eislingen die Extreme, so reihen sich die übrigen Kreisvereine im Mittelfeld der Tabelle ein. Nach einem katastrophalen Start kletterte Bad Boll unter der Regie von Neu-Trainer Mirko Doll nach oben und stellte mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg in Deizisau den Anschluss ans Tabellenmittelfeld her. Zuhause gegen den Vorletzten TSV Köngen gilt es für Boll nachzulegen und die gute Form zu bestätigen.
Ebenfalls mit einem 3:0-Erfolg im Rücken kehrte der SC Geislingen von der Partie in Dorfmerkingen zurück. Die Strehle-Elf, am Wochenende spielfrei, steht mit 13 Punkten sorgenfrei auf Rang sieben. Dies ist auch das Ziel des FC Donzdorf, der am Samstag um 16 Uhr bei Germania Bargau antritt und den Rückenwind des 3:2-Sieges gegen Weilheim mitnehmen will, bei dem die Breg-Schützlinge einen 0:2-Rückstand noch umbogen und ihre kämpferischen Qualitäten unter Beweis stellten.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte auf überschaubarem Niveau, machte der SV Ebersbach in der zweiten Hälfte ernst und gewann souverän mit 4:0 gegen den TV Nellingen. Nach unspektakulären ersten 25 Spielminuten war es der Gastgeber, der durch einen 22 Meter Freistoß von Dere Torhüter Michael Schöffel prüfte. Wieder eine Standardsituation musste in der spielarmen Partie herhalten um Torgefahr herauf zu beschwören. Diesmal war es Tarik Serour, der mit einem 25 Meter Freistoß den Torhüter auf die Probe stellte (28.). Durch den ersten schönen Spielzug über drei Stationen in der 31. Minute ergab sich für Tarik Serour die Möglichkeit zur Führung, doch ein Abwehrbein konnte in höchster Not abblocken. Die größte Chance in einer bis dahin langweiligen Partie hatte der Gastgeber in der 36. Minute, doch Rossipal konnte den Abwehrfehler nicht ausnutzen und scheiterte freistehend am reaktionsschnellen Torwart Michael Schöffel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zischte ein 19 Meter Schuss von Denis Egger nach einem abgewehrten Eckball knapp über das Tor. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da zahlte sich die Einwechslung von Marius Nigl aus. Mit seiner ersten Ballberührung fand sein abgefälschter Schuss den Weg ins Tor zur 1:0 Führung.In der 48. Minute hatten die zahlreich mitgereisten Ebersbacher Fans den Torschrei auf den Lippen, als nach einer tollen Kombination Yasin Önüt freisgespielt wurde, doch dessen Lupfer über den Torwart hinweg ging um Haaresbreite am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später hätte Louis Hörger die Führung ausbauen müssen, als er nach einem Abwehrfehler 6 Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam, doch das Ziel um wenige Zentimeter verfehlte. Ein 20 Meter Freistoß aus halblinker Position von Tarik Serour krachte in der 55. Minute gegen den Außenpfosten. Ein kapitaler Torwartfehler in der 60. Minute leitete das 2:0 für den SVE ein. Ein verunglückter harmloser Flankenball ließ Nellingens Torwart Köper aus den Händen gleiten, Yasin Önüt reagierte am schnellsten und wurde beim Versuch den Ball im Tor unterzubringen vom Torwart zu Fall gebracht, was zum Elfmeter und zur Roten Karte für den Torwart führte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tarik Serour sicher zum 2:0. Der agile Marius Nigl war Wegbereiter zum 3:0 in der 69. Minute, als er mustergültig für Louis Hörger auflegte, der technisch perfekt mit dem Rücken zum Tor mit der Hacke einnetzte.Das Endresultat besorgte Tarik Serour in der 87. Minute, als er perfekt von Onur Yildiz mit einem Gassenball bedient wurde und den Ball am herausgeeilten Torwart vorbei zum 4:0 in die Machen schlenzte. Vom Gastgeber war in der 2. Halbzeit nichts mehr zu sehen und gingen im Ebersbacher Angriffswirbel unter, die ihr Potenzial ausschöpften und sehenswerten Fußball zeigten.
Mannschaftsaufstellung: Nellingen: Köper - Schmiedeknecht (71. Rückle), Dere, Mattl, Degirmenci, Hafner (65. Cakir), Jelic, Rossipal, Özdemirli (60. TW Elsner), Tunc, Franz Ebersbach: Schöffel - Serra, Kivotidis, Er, Helmer (46. Nigl) - Tabe, Egger (74. Yildiz) - Önüt, Serour, Radojevic (70. Trost) - Hörger Zuschauer: 150 Schiedsrichter: Andreas Neef (Rottenburg)
Vorbericht auf den 10. Spieltag
Über drei Tage erstreckt sich der nächste Spieltag der Landesliga. Bereits am Freitag sind TSV Bad Boll und FC Donzdorf im Einsatz, es folgen FC Eislingen am Samstag und SV Ebersbach am Sonntag.
Nach den beiden zeitgleichen direkten Aufeinandertreffen vom vergangenen Wochenende zwischen SV Ebersbach und FC Donzdorf (3:2) sowie TSV Bad Boll und FC Eislingen (3:0) gehen die Landesligisten bis zum nächsten Lokalderby am 16. Oktober erst einmal wieder getrennte Wege. Die Hälfte der Vorrunde ist absolviert und die Tabelle nimmt langsam aber sicher Gestalt an.
Spitzenreiter FC Frickenhausen gab im neunten Spiel seine ersten Punkte ab. Der Tabellenführer ist am Samstag nächster Gegner des FC Eislingen, der sieglos am entgegengesetzten Ende des Klassements steht. Angesichts der Leistung vom Spiel in Bad Boll muss es den Eislinger Anhängern vor dem Frickenhausener Gastspiel angst und bange werden.
Mit dem Rückenwind von zwei Siegen und einem Unentschieden seit dem Einstieg von Neu-Trainer Mirko Doll fährt der TSV Bad Boll am Freitagabend zum TSV Deizisau. "Doll hat sehr schnell Zugang zur Mannschaft gefunden", erklärt Abteilungsleiter Günther Ascherl, der vom Erreichen des Nahziels Klassenerhalt überzeugt ist. Der Anschluss ans Tabellenmittelfeld ist hergestellt. "Unsere Mannschaft lebt und weiß, dass sie auch in Deizisau etwas Zählbares holen kann." Die Gastgeber, Neunter der Vorsaison, haben einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt und stehen, nicht nur für Ascherl überraschend, auf Platz zwei.
Der FC Donzdorf hat in seinen neun Spielen bereits gegen die ersten Fünf der Tabelle gespielt und sich dabei achtbar verkauft, aber wenig Zählbares geholt. "Das Spiel in Ebersbach verlief typisch, die Mannschaft kämpfte und stand am Ende wieder mit leeren Händen da", erklärt Spielleiter Jürgen Nitsche. In den nächsten drei Partien gegen TSV Weilheim am Freitagabend sowie anschließend gegen Bargau und Schnaitheim gilt es, gegen Gegner der eigenen Kragenweite Farbe zu bekennen. Nitsche: "Allen ist klar, dass jetzt Siege her müssen. Damit wächst auch der Druck für unsere Mannschaft."
Einziges sorgenfreies Team aus der Region ist der SV Ebersbach. Der Kontakt zur Spitzengruppe ist hergestellt. Mit den zwei noch zu erwartenden Zählern aus der Wertung des Spiels gegen den TV Echterdingen läge man nach Punkten mit dem zweiten Tabellenplatz gleichauf. Allerdings hat Echterdingen Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Im Auswärtsspiel beim TV Nellingen am Sonntag ist laut Spielleiter Jürgen Schorstädt "kein Schönheitspreis zu gewinnen. Das wird schwer, wir müssen hochkonzentriert sein. Gegen Donzdorf hat unsere Mannschaft nach dem 0:2- Rückstand Moral bewiesen. Generell müssen wir aber unsere Spiele mehr kontrollieren, das ist auch die Forderung unseres Trainers."
SV Ebersbach - 1. FC Donzdorf 3:2Einen großen Kampf lieferte ein dezimierter FC Donzdorf dem SV Ebersbach in einem unterhaltsamen Landesliga-Derby. Die Hausherren siegten nach 0:2-Rückstand am Ende verdient mit 3:2 (2:2) Toren.
"Das tut schon weh, wir haben aufopferungsvoll gekämpft", erklärte ein enttäuschter FC-Coach Jörg Breg, der seiner Not-Elf ein großes Kompliment für den unermüdlichen Einsatz machte. "Wir haben das Beste aus dem Team herausgeholt, ein bisschen Glück hat gefehlt. Schade, einfach schade." In der Tat war es beeindruckend, wie der FCD, der zahlreiche Ausfälle zu verkraften hatte, alles in die Waagschale warf und sich mit einfachen Mitteln gegen die Spitzenmannschaft des SV Ebersbach stemmte.
Kapitän und Torschütze Michael Bayer rackerte unermüdlich, warf sich in jeden Zweikampf, schonte weder sich noch die Gegner und war so das kämpferische Vorbild, dem seine Teamkameraden nacheiferten. Die Spielanlage der Gäste basierte auf langen Bällen, die die großgewachsenen Bayer, Bielke und Adamek sichern sollten. So fiel auch die Führung, als sich Bayer im Zweikampf mit Vehemenz gegen Florian Kümmerle durchsetzte und den Ball gekonnt über SV-Keeper Pfeiffer, der den verletzten Michael Schöffel vertrat, lupfte (9.).
Bis dato hatte der SV Ebersbach zwei gute Chancen zur Führung. Die Gastgeber setzten auf das gewohnte Kurzpassspiel, für das technisch beschlagene Akteuere wie Serour, Petruso oder Spielertrainer Radojevic prädestiniert sind. Nach einem schnellen Konter scheiterte der freigespielte Serour aus spitzem Winkel am Innenpfosten (2.), in der 8. Minute traf er nach einem Freistoß ebenfalls nur das Aluminium.
In der 15. Minute köpfte Adam Adamek einen Bielke-Eckball zum überraschenden 0:2 ein. Nur drei Minuten später war es Yasin Önüt, der ebenfalls per Kopfball erfolgreich war. Der frühe Ausgleich resultierte schließlich aus einem Strafstoß. Nach einem Ballgewinn schaltete Ebersbach schnell um, Petruso passte auf Radojevic, der Önüt anspielte, welcher im Strafraum klar gefoult wurde. Petruso verwandelte sicher vom Punkt (24.). Kurz vor dem Seitenwechsel unterlief FC-Innenverteidiger Riegert ein individueller Fehler, doch Serour scheiterte freistehend aus 15 Metern.
Im zweiten Durchgang war die Partie geprägt von vielen Fouls und Nicklichkeiten. Der Unparteiische Martin Adelsberger zückte über ein Dutzend Mal die gelbe Karte, Nigl und Mert mussten gar vorzeitig vom Feld. Spielfluss kam auf Grund der vielen Unterbrechungen kaum auf. Ebersbach verzeichnete eindeutig mehr Ballbesitz, Donzdorf konnte sich praktisch nicht mehr befreien. Serour traf nach einer Einzelaktion die Latte (67.), ansonsten ließ Donzdorf mit Glück und Geschick kaum etwas zu - bis zur 83. Minute, als die Gäste zu weit aufrückten, Ebersbach an den Ball kam und die Abseitsfalle der kurz hinter der Mittellinie postierten Abwehrkette nicht zuschnappte. Serour schickte Petruso auf die Reise, der FC-Torhüter Hannes Ihring keine Chance ließ und zum 3:2 traf.
SO SPIELTEN SIE
SV Ebersbach: Pfeiffer - de Rosa (32. Nigl), Kivotidis, Kümmerle, Helmer - Egger, Tabe - Önüt (70. Serra), Petruso, Serour - Radojevic (91. Dick).
FC Donzdorf: Ihring - Hannes Bayer, Frömmel, Riegert, Mert - Bielke (62. Czasny), Sahin, Wiedmann, Koch - Adamek, Michael Bayer.
SR: Adelsberger (Ellwangen).
Tore: 0:1 Michael Bayer (9.), 0:2 Adamek (15.), 1:2 Önüt (18.), 2:2, 3:2 Petruso (24./Foulelfmeter, 83.).
Gelb-Rot: Nigl (78.), Mert (88.).
Zuschauer: 300.



Vorbericht auf den 9. Spieltag
Gleich zwei Lokalduelle stehen in der Fußball-Landesliga am Sonntag (15 Uhr) auf dem Programm. Ebersbach empfängt dezimierte Donzdorfer, Eislingen trifft in Bad Boll und auf den ehemaligen Co-Trainer.
"Das ist der Wahnsinn, so etwas habe ich noch nicht erlebt", erklärte Jörg Breg zur Personalsituation. Der Donzdorfer Trainer muss stand heute auf sage und schreibe 13 Akteure aus den unterschiedlichsten Gründen verzichten. Mit Blick auf das Derby konstatierte er: "Dinko Radojevic hat uns gegen Echterdingen beobachtet, aber da stand ein anderes Team auf dem Platz. Ich kann nicht sagen, wie wir spielen werden, daher können wir nur gewinnen. Die elf Spieler, die auflaufen, müssen das Beste geben und sich umso mehr zerreißen."
Beim Gastgeber läuft es momentan wie am Schnürchen, wie vier Erfolge in Serie belegen. Mit den zwei zusätzlichen Zählern, die man am grünen Tisch erhielt, ist der Anschluss an den Relegationsrang geschafft. SVE-Coach Radojevic ist logischerweise zufrieden: "Wir sind auf einem guten Weg und haben uns in den letzten Spielen klar gesteigert. In Illertissen sind wir gut gestanden und haben wenig zugelassen. Trotzdem ist es noch nicht das, was ich mir vorstelle. Der Spielaufbau muss ruhiger werden, wir müssen mehr Zweikämpfe gewinnen und unser Spiel über 90 Minuten durchziehen, nicht nur über 60, 70 Minuten." Es fehlen weiterhin die verletzten Eren und Arslan, Innenverteidiger Ferdi Er stand zuletzt aus privaten Gründen nicht zur Verfügung und kann wohl auch gegen Donzdorf nicht auflaufen.
Ein schnelles und auf Grund der Tabellensituation auch brisantes Wiedersehen gibt es zwischen Mirko Doll und seinem Ex-Klub FC Eislingen, wo er bis vor drei Wochen noch Andreas Schneller assistierte, bevor er beim TSV Bad Boll seine erste Cheftrainer-Stelle antrat. "Es spielen mehr Emotionen mit, es ist noch frisch", so Doll, der mit positiven Gefühlen auf die Zeit beim FCE zurückblickt, jetzt allerdings auch in Boll rundum zufrieden ist: "Es macht Spaß, die Mannschaft ist brutal motiviert und zeigt Willen. Ich bin gut aufgenommen worden, es passt soweit alles."
Doll, unter dessen Regie vier Punkte aus zwei Partien verbucht wurden, muss noch um den Einsatz von Torhüter Patrick Gühring bangen. Schlüsselspieler Patrick Kölle startete derweil nach seiner schweren Knieverletzung mit dem Aufbautraining. Obwohl er den Gegner aus dem Effeff kennt, will Doll die Taktik nicht an den Gegner anpassen: "Es ist sicher kein Nachteil die einzelnen Spieler zu kennen, das heißt aber nicht, dass es ein Vorteil sein muss. Unabhängig davon haben wir Heimrecht, wollen unser Spiel durchbringen und unseren eigenen Stil finden."
Andreas Schneller sieht in Dolls Insiderwissen sehr wohl einen Vorteil, da er "über die Problemzonen Bescheid weiß." Gleichfalls sieht er den TSV nach den Erfolgserlebnissen zuletzt "psychologisch im Vorteil", so dass Eislingen als Außenseiter in die Partie gehe, zumal seine Elf erst den "erneuten Nackenschlag" der 2:3-Heimniederlage gegen Regglisweiler verkraften müsse. Im Anschluss an diese Partie kritisierte der FCE-Trainer das mangelhafte Umkehrspiel von Offensive auf Defensive, das sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Daneben ist bei den Blau-Weißen auch spielerisch noch deutlich Luft nach oben. An Positivem sind die Neuzugänge Alexander Müller, für den es ebenfalls ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub ist, und Benjamin Klement zu nennen, die für fünf der neun erzielten Treffer verantwortlich zeichnen. Verletzungsbedingt passen muss Marco Frank, der Einsatz einiger angeschlagener Spieler entscheidet sich kurzfristig. Schneller ist überzeugt, "dass die Mannschaft gewinnen wird, die mit der momentanen Gesamtsituation besser umgehen kann."
FV Illertissen II - SV Ebersbach 1:3
Mit dem 3:1 Auswärtssieg bei der Oberliga Reserve vom FV Illertissen, setzte der SVE mit dem vierten Sieg hintereinander seine Siegesserie fort. Bereits in der dritten Spielminute hatte der SVE nach einer schönen Kombination über Yasin Önüt und Denis Egger die erste Torchance, doch der Schuss von Önüt ging knapp am Tor vorbei. In der 10. Minute lag der Ball im Tor des Gastgebers. Eine Flanke von Yasin Önüt fand Louis Hörger, der zum 1:0 einschießen konnte.Der SVE bestimmte weiter das Spiel und musste überraschend in der 22. Minute den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Nach einem Eckball und einem anschließenden Durcheinander konnte der Stürmer des Gastgebers mit dem Kopf die Kugel im Tor unterbringen. Durch den Ausgleich beflügelt hatte der Gastgeber in der 27. Minute die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch der Flachschuss verfehlte das Ziel. Besser machte es der SVE in der 31. Minute, als sich Franco Petruso ein Herz fasste und den Ball aus 25 Metern zum 2:1 im Kasten versenkte. Einen guten Start erwischte der SVE in Halbzeit zwei, denn nur 120 Sekunden waren gespielt, als der Ball zum dritten mal im Illertisser Tor lag. Franco Petruso, bester Spieler auf dem Platz an diesem Nachmittag, umdribelte im Strafraum des Gastgebers zwei Gegenspieler und schob überlegt zum 3:1 ein. Nach genau einer Stunde Spielzeit hätte der SVE die Führung ausbauen können, als Franco Petruso nach schönem Zusammenspiel mit Yasin Önüt am herausstürzenden Torwart scheiterte. In der 75. Minute bot sich für den eingewechselten Tarik Serour, der zunächst grippegeschwächt auf der Bank Platz nehmen musste, die nächste Torchance, doch sein Schuss aus halbrechter Position ging um Haaresbreite am Tor vorbei. So blieb es beim verdienten Sieg des SVE, der sich damit in der Spitzengruppe festgesetzt hat. Mannschaftsaufstellung: Schöffel - Kümmerle, Kivotidis, Helmer, De Rosa, Tabe, Egger, Önüt, Radojevic (86. Trost), Petruso (76. Serra), Hörger (55. Serour)
Vorbericht auf den 8. Spieltag
Am achten Spieltag der Fußball-Landesliga haben der FC Donzdorf gegen TV Echterdingen und der FC Eislingen gegen TSV Regglisweiler Heimspiele. Ebersbach und Bad Boll spielen auswärts.
Die Landesliga hat zwei englische Wochen hinter sich gebracht. Keine Blöße gab sich dabei der FC Frickenhausen, der nach sieben verlustpunktfreien Spielen einsam seine Kreise an der Tabellenspitze zieht. Dahinter sortiert sich langsam das Feld. Noch sieglos sind bisher FC Eislingen und TSV Köngen.
Gesprächsthema Nummer eins im Kreis war der Trainerwechsel beim TSV Bad Boll. Der neue Coach Mirko Doll feierte mit drei Punkten einen Traumeinstand. Das 4:1 gegen den TV Nellingen war gleichzeitig der erste Boller Sieg nach sechs Niederlagen. Doll relativiert das Ergebnis: "Die erste Halbzeit war wacklig, da hatten wir auch das nötige Glück, das man einfach braucht, um nicht in Rückstand zu geraten." Doll will so schnell wie möglich alle Spieler kennenlernen und sich dann ein Bild über die spielerische Ausrichtung machen. "Selbstvertrauen und Spaß am Fußball vermitteln", hat er sich zum Ziel gesetzt. Am Sonntag tritt der TSV Bad Boll beim SV Vaihingen an. Den Gegner kennt Doll bereits vom ersten Spieltag als Co-Trainer des FC Eislingen: "Unser Ziel muss es sein, dort etwas mitzunehmen."
Am letzten Wochenende erhielt der FC Donzdorf Anschauungsunterricht beim Liga-Primus. FC-Trainer Jörg Breg zollt Frickenhausen Anerkennung: "Ich habe selten eine so gute Mannschaft gesehen. Da wird kein langer Ball nach vorne geschlagen, sondern alles spielerisch gelöst."
Die eigene 1:3-Niederlage war kein Beinbruch. Der Einsatz stimmte, aber Breg hat in den letzten Spielen für seinen Geschmack zu oft nur die Komplimente vom Gegner erhalten, die Punkte blieben dagegen aus. "Fußball ist eben ein Ergebnissport", weiß nicht nur Breg. Mit Ausnahme des 0:4 gegen den SC Geislingen zeigt sich der Trainer insgesamt mit den ersten Spielen zufrieden. Am Samstag geht es gegen den TV Echterdingen, für Breg ein weiterer Top-Favorit der Liga. Vom holprigen Echterdinger Saisonstart lässt er sich nicht blenden. Sein Auftrag: "Wir müssen wieder Leidenschaft zeigen und den Gegner bearbeiten."
Mit zehn Punkten ist der SV Ebersbach erfolgreich aus den englischen Wochen gekommen. Tarik Serour nähert sich mit acht Saisontoren in sechs Spielen wieder der Form der letzten Rückrunde an. In der ohnehin exzellent besetzten Offensivabteilung steht Spielertrainer Dinko Radojevic mit Rückkehrer Yasin Önüt, der nach beruflicher Veränderung das Training wieder aufgenommen hat, eine weitere Alternative zur Verfügung. Das Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf der Verbesserung der Defensive. Radojevic: "Hier müssen wir konzentrierter arbeiten und die Zweikämpfe gewinnen. Zu Saisonbeginn haben in diesem Bereich vielleicht ein paar Prozent gefehlt. Die Gegner stellen sich in dieser Saison zudem anders auf uns ein." Beim FV Illertissen II möchte der SV Ebersbach am Sonntag seine Siegesserie fortsetzen.
Nach zuletzt drei Unentschieden strebt der FC Eislingen im Heimspiel gegen den TSV Regglisweiler den ersten Saisonsieg an. Dass dies kein einfaches Unterfangen wird, zeigt allein die Tatsache, dass der Gegner neben Frickenhausen das bisher einzige ungeschlagene Team ist. Positiv auf sich aufmerksam machte beim FC Eislingen zuletzt Alexander Müller. Der Neuzugang aus Bad Boll traf in drei der letzten vier Spiele. Anpfiff im Eichenbachstadion ist am Sonntag um 15 Uhr.
Zwei grundverschiedene Halbzeiten bekamen die Zuschauer beim verdienten 3:1 Sieg des SV Ebersbach gegen die TSG Schnaitheim zu sehen. Nachdem in der ersten Hälfte langweiliger Schlafwagenfussball geboten wurde, wurden die Zuschauer mit schönem Fußball in Hälfte zwei für ihr Kommen belohnt. Spielertrainer Dinko Radojevic wirbelte die Mannschaftsaufstellung durcheinander im Hinblick auf das letzte Spiel in Boll. Für Er (Auslandsaufenthalt), Petruso, Helmer, Egger (alle Ersatzbank) kamen Önüt, Dick, De Rosa und Serra zum Einsatz. Nachdem die Anfangsphase vor sich hinplätscherte, war es der Gastgeber der die erste Torchance verbuchte. Mattia Dick schlug einen schönen Pass auf Louis Hörger, der fackelte nicht lange und zog aus halblinker Position ab, doch der Ball verfehlte knapp das Ziel (16.). Die Gäste brachten in der 20. Minute das erste mal das Ebersbacher Tor in Gefahr, als Kolb den Ball nach einer Flanke einen Meter am Tor vorbei setzte. Danach war wieder die Luft raus aus der Partie, bis zur 28. Minute, als Gästestürmer Kolb mit seinem 21 Meter Schuss knapp vorbei zielte. Im Gegenzug zwang Dinko Radojevic den Gästekeeper mit seinem 19 Meter Schuss zu einer Parade. Nach dem anschließenden Eckball hatte Florian Kümmerle den Führungstreffer auf dem Fuss, doch sein Schuss wurde zwei Meter vor dem Tor von einem Abwehrspieler abgewehrt. Die Gäste setzten in der 2. Halbzeit das erste Ausrufezeichen, als Kolb mit seinem 15 Meter Schuss Torwart Michael Schöffel zu einer Glanzparade zwang (51.). Zwei Minuten später spielte der eingewechselte Franco Petruso, der für viel Wirbel sorgte, Tarik Serour frei, der tanzte am Fünfmetereck seinen Gegenspieler aus, scheiterte aber mit seinem anschließenden Schuss am guten Gästetorwart Reznicek (53.). 60 Sekunden später war es wieder Tarik Serour, der den Keeper mit einem Schuss aus spitzem Winkel prüfte. Nach einem Konter tauchte plötzlich der agile Kolb allein vor Schöffel auf, doch sein Schuss ging am Tor vorbei (55.). Ein Schlenzer von Dinko Radojevic in der 63. Minute wurde immer länger und länger, doch der Gästekeeper konnte den Ball spektakulär über den Balken lenken. In der 65. Minute fiel der erlösende 1:0 Führungstreffer für den SVE. Savatore De Rosa schickte mit einem schönen Pass Franco Petruso auf die Reise, dieser drang in den Strafraum ein und legte uneigennützig quer auf Tarik Serour, der keine Mühe hatte den Ball aus 4 Metern über die Linie zu drücken. Eine tolle Szene spielte sich in der 73. Minute ab mit zwei Hauptdarstellern. Louis Hörger nahm den Ball 15 Meter vor dem Tor mit der Brust an und zog aus der Drehung ab, doch der Gästetorwart lenkte das Geschoss mit einem unglaublichen Reflex über die Latte. Eine traumhafte Kombination zwischen Louis Hörger und Tarik Serour führte in der 80. Minute zum 2:0. Mit einem No-Look-Pass bediente Louis Hörger Tarik Serour, der lief der Gästeabwehr davon und vollendete ganz abgezockt zum 2:0. Keine Minute später lag der Ball schon wieder im Schnaitheimer Tor. Franco Petruso ging auf und davon und bediente wieder mustergültig den mitgelaufenen Tarik Serour, der aus 5 Metern mit seinem Treffer zum 3:0 den Hattrick perfekt machte. In der 84. Minute war es Kolb vorbehalten nach einem Konter den Ehrentreffer zum 1:3 zu schießen.
Mannschaftsaufstellung: Ebersbach: Schöffel - Serra, Kivotidis, Kümmerle, De Rosa - Tabe, Dick (46. Egger) - Önüt (46. Petruso), Radojevic, Serour - Hörger (81. Helmer)
Schnaitheim: Reznicek - Spahr, Hörger, Nowacki, Eckhardt, Kolb, Eckhardt, Krauß (58. Klenz), Kässmeyer, Strahl M. (70. Strahl, A.), Senlikoglu Schiedsrichter: Özgür Tan (Neu-Ulm) Zuschauer: 180




Vorbericht zum 6. Spieltag
In einem Traditionsduell empfängt der SC Geislingen heute den FC Eislingen im Eybacher Tal, am Sonntag feiert Mirko Doll seine Premiere auf der Trainerbank des TSV Bad Boll im Heimspiel gegen Nellingen.
Die Aushilfszeit von Günther Ascherl, der erst am Montag für Wolfram Bielke übernommen hatte, sollte nur von kurzer Dauer sein - und in der Tat ging es fix im Boller Erlengarten. Die Verantwortlichen präsentierten bereits am Mittwoch den neuen Mann an der Außenlinie und es scheint eine logische und nachvollziehbare Wahl zu sein. Mit Mirko Doll kommt ein "junger und unverbrauchter Trainer", wie der Verein in einer Pressemitteilung bekanntgab. Darüber hinaus kennt sich der neue Übungsleiter im Fußballgeschäft des Kreises und der Landesliga gut aus. Der 36-Jährige, der zurzeit den C-Leistungssport-Trainerschein macht, erhielt sogleich ein Willkommenspräsent in Form eines neuen Spielers. Vom VfL Kirchheim kommt mit Fabian Abramowitz ein 18 Jahre junger Akteur für das zentrale Mittelfeld. Doll freut sich auf seine erste Stelle als hauptverantwortlicher Trainer, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe, den punktlosen TSV Bad Boll wieder auf Kurs zu bringen. Was er am Mittwoch beim Derby gegen Ebersbach von seiner neuen Mannschaft sah, lässt ihn auf Besserung hoffen: "Das Team lebt. Es hat gekämpft, Gas gegeben und betrieb einen hohen Aufwand, das gefiel mir gut. Es ist eine junge Truppe mit Potenzial, also ähnlich wie in Eislingen. Ohne Punkte fehlt das Selbstvertrauen, das ist gerade bei den Jungen eine Kopfsache."
Am Freitag leitete Doll die erste Übungseinheit, weshalb er zur Aufstellung mit Blick auf die Partie gegen Nellingen nur wenig sagen kann. "Ich habe noch keine Vorstellung, wie ich spielen lasse. Vielleicht gibt es ein, zwei Änderungen, aber ich warte mal das Training ab. Wir müssen auf jeden Fall mehr Ruhe in unser Aufbauspiel bekommen und anfangen zu punkten. Hoffentlich gelingt ein Sieg."
Sein ehemaliger Chef Andreas Schneller riet Doll zu diesem Schritt: "Zunächst muss ich betonen, dass es mir um meinen Kollegen Bielke leid tut, der die Konsequenzen tragen musste. Mirko ist ein guter Mann und es ist schade, dass er geht, aber diese Chance muss er ergreifen. Ich arbeitete sehr gut mit ihm zusammen, ich wünsche ihm viel Glück und Erfolg." Ob es zeitnah einen neuen Co-Trainer beim FC Eislingen geben wird, weiß Schneller nicht. Ein neuer Alter im Eislinger Team ist Andreas Pyttel, der am Mittwoch überraschend auf dem Feld stand. "Wir waren Ende letzter Saison so verblieben, dass er nach seiner Verletzung immer herzlich willkommen ist, wenn er sich wieder traut zu spielen. Er stand dann eines Tages da, trainierte mit und alles war sehr positiv. Jetzt ist er volles Mitglied des Teams." Ebenfalls wieder im Kader steht Umut Sat, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen suspendiert war.
Mit Blick auf das Derby sieht Schneller den SC Geislingen als Favorit: "Es ist ein Aufsteiger mit sehr hoher Qualität, der unter den Top fünf der Liga landen wird."
Vor der höchsten Hürde überhaupt steht der FC Donzdorf, der bei Primus FC Frickenhausen antritt. Anspiel im Stadion Tischardt-Egart ist heute um 15.30 Uhr. Der SV Ebersbach hat am Sonntag, 15 Uhr, Heimrecht gegen Aufsteiger TSG Schnaitheim und will den dritten Sieg in Folge einfahren.
TSV Bad Boll - SV Ebersbach 3:4
Trotz dreimaliger Führung stand der TSV Bad Boll am Ende des Landesliga-Derbys erneut mit leeren Händen da. Der SV Ebersbach drehte ein turbulentes Spiel in einen glücklichen 4:3-Sieg.
Im Spiel eins nach der Trennung von Trainer Wolfram Bielke blieb eine engagierte und läuferisch starke Leistung des TSV Bad Boll unbelohnt. "Das Ergebnis ist extrem bitter, wenn man sieht, welchen Aufwand wir betrieben haben", erklärte Interimstrainer Günther Ascherl. Seine Aufgabe für ein Spiel bestand darin, die Mannschaft nach der zuletzt leblosen Vorstellung beim 0:3 in Donzdorf wieder aufzurichten. Ascherl zog das Positive aus der Partie: "Die Mannschaft hat sich an das Konzept gehalten und alles gegeben. Wir werden die Landesliga nicht herschenken." Vielleicht kehrt mit seinem Nachfolger auch das Quäntchen Glück in den Erlengarten zurück. Mirko Doll, bis zuletzt Co-Trainer beim FC Eislingen, wird schon heute sein erstes Training in Bad Boll leiten. Auf der Leistung von gestern kann Doll aufbauen.
Letztlich setzte sich im Derby jedoch die spielerische Überlegenheit des SV Ebersbach durch. Scheinbar unbeeindruckt vom dreimaligen Rückstand zogen die Gäste konsequent ihr gefürchtetes Kombinationsspiel durch und erzielten vier blitzsauber herausgespielte Tore. Allerdings präsentierte sich der SV Ebersbach defensiv überaus anfällig. Deshalb war Spielertrainer Dinko Radojevic trotz des Sieges merklich angefressen: "Das war heute eine katastrophale Defensivleistung, und damit meine ich das Verhalten der gesamten Mannschaft, nicht nur die Abwehr. Unsere Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren viel zu groß." Nutznießer waren die Zuschauer im Bad Boller Erlengarten, die ein Spiel mit offenem Visier und schönen Toren geboten bekamen. Der Pass von Louis Hörger in die Gasse zu Tarik Serour beim 1:1 war allein das Eintrittsgeld wert. Sehenswert war auch der Heber zum 2:1 von Pascal Hartmann, mit dem er den zu weit vor dem Tor stehenden Schöffel-Vertreter Jochen Pfeiffer überlistete.
Die Entscheidung fiel, als TSV-Torhüter Patrick Gühring einen Abschlag direkt zum Gegner setzte. Der freigespielte Louis Hörger ließ sich die Chance nicht entgehen (73.). So blieb den Gastgebern ein verdienter Punktgewinn trotz vorhandener Chancen am Ende verwehrt.
SO SPIELTEN SIE
TSV Bad Boll: Gühring - Höfer, Blessing (78. Majowski), Dreiwurst, Seidl - Kölle, Aust (77. Lissner) - Hartmann, Hechler, Kuttler - Straub.
SV Ebersbach: Pfeiffer - Kivotidis (54. Dick), Er, Helmer, Egger (54. Serra) - Tabe, Kümmerle - Serour, Radojevic, Petruso (54. Önüt) - Hörger.
SR: Stefan Kohler (Ulm).
Tore: 1:0 Hechler (18.), 1:1 Serour (32.), 2:1 Hartmann (34.), 2:2 Er (43.), 3:2 Hartmann (47.), 3:3 Serour (63.), 3:4 Hörger (73.).
Zuschauer: 300.
Der TSV Bad Boll hat Montag Abend seinen Trainer entlassen
Vorbericht zum 5. Spieltag
Wieder steht eine englische Woche mit einem Lokalkampf auf dem Spielplan der Landesliga. Am Mittwoch sind alle Kreisvertreter im Einsatz, der TSV Bad Boll empfängt um 17.45 Uhr den SV Ebersbach.
Die Saison ist noch jung, doch erste Trends sind nach fünf Spieltagen erkennbar und das Feld der Landesligisten beginnt sich langsam aber sicher zu ordnen.
An der Tabellenspitze steht erwartungsgemäß der FC Frickenhausen. Die Truppe von Trainer Murat Isik demonstrierte bis dato ihre Stärke und individuelle Klasse, gewann alle Partien und weist ein beeindruckendes Torverhältnis von 19:4 auf. Der FCF ist somit auf dem besten Wege, den Betriebsunfall Abstieg sofort wieder zu korrigieren. Ebenfalls noch eine weiße Weste hat der TSV Deizisau, der alle vier absolvierten Begegnungen siegreich gestalten konnte. Deizisau wie auch der Dritte Regglisweiler (drei Siege, zwei Unentschieden) sind bisher die Überraschungsteams der Liga, nachdem die letztjährigen Aufsteiger vergangene Runde im Mittelfeld des Klassements platziert waren. Mitfavorit SF Dorfmerkingen verpatzte den Start, fuhr zuletzt allerdings drei Erfolge in Serie ein und ist bereits auf dem vierten Rang.
Bei den Kreisvereinen tat sich indes in Sachen Transfers nicht viel. Der SC Geislingen, der den FC Bargau um 17.45 Uhr im Eybacher Tal empfängt, wie auch der FC Donzdorf vermeldeten keine weiteren Zu- oder Abgänge. Die Breg-Truppe, die sich mit dem 3:0 über den TSV Bad Boll für die 0:4-Klatsche im Derby gegen den SCG rehabilitierte, muss nun nacheinander in Deizisau und Frickenhausen antreten. Der Übungsleiter sieht seine Elf auf einem guten Weg: "Die Offensivkräfte Schuster, Aydin und Stankovic fehlen uns, dafür sind wir nun mannschaftlich geschlossener. Wir werden Schritt für Schritt besser."
Fünf direkte Absteiger, der Sechstletzte muss in den Hoffnungslauf Relegation: ein Drittel der Vereine wird den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. Es ist nicht verwunderlich, dass die Trainer unisono von einer harten Saison sprechen, in der der Abstiegskampf für die betroffenen Klubs bereits begonnen hat. Hierzu zählt der FC Eislingen, der am Sonntag unglücklich gegen Dorfmerkingen verlor und am Mittwoch, 19 Uhr, gegen den TV Nellingen den ersten Saisonsieg einfahren sollte. Die Mannschaft von Trainer Andreas Schneller tat sich in den bisherigen Partien im Offensivspiel schwer, was erst drei erzielte Tore in vier Partien belegen. Altbekannte Defensivschwächen zeigt derweil der TSV Bad Boll, der trotz eines herausragenden Torhüters Patrick Gühring im Schnitt drei Gegentore hinnehmen muss und auch zu den Teams zu rechnen ist, für die es um den Klassenerhalt geht. Hierbei helfen kann vielleicht ein Neuzugang. Beim Württembergischen Fußballverband wurden die Wechselunterlagen eingereicht, doch Spielleiter Adolf Schöllkopf ist sich nicht sicher, ob dies noch rechtzeitig vor Ablauf der Frist geschah. Aus diesem Grund wollte er den Namen des möglichen Neuen nicht preisgeben, merkte allerdings an, dass es "niemand Spektakuläres" sei.
Im heimischen Erlengarten steht mit der Begegnung gegen den SV Ebersbach wieder ein Derby auf dem Programm. Beim SVE ruhte der See in Sachen Transfers, was bei dem gut besetzten Kader nicht verwundert. Die Ebersbacher, die zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen sind, sind in der Offensive mit tollen Einzelspielern gespickt, die eine Partie im Alleingang entscheiden können. Trotz spielerisch ansprechender Leistungen gelang den Radojevic-Schützlingen allerdings erst am Sonntag der erste Saisonsieg (nun fünf Punkte aus vier Spielen), dem ein weiterer Erfolg in Boll folgen soll, um sich sukzessive in der Tabelle nach oben orientieren zu können.
FC Germania Bargau - SV Ebersbach 2:4
Mit einem blauen Auge kam der SVE beim 4:2 Auswärtssieg beim FC Germania Bargau davon. Nach völliger Dominanz in der 1. Halbzeit, verlor die Mannschaft in der 2. Halbzeit völlig den Faden und hatte es Tarik Serour zu verdanken, der mit zwei seiner insgesamt drei Toren kurz vor Spielende den Sieg sicherstellte. Der SVE nahm von der ersten Minute an das Heft in die Hand und drängte den Gastgeber in die eigene Hälfte. Daraus resultierte in der 10. Minute die erste Torchance für den SVE. Ein abgefälschter 10 Meter Schuss von Dinko Radojevic strich knapp am Tor vorbei. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte fand Weiner, der aber aussichtsreicher Position verzog (12.). In der 20. Minute fiel der überfällige Führungstreffer für den SVE. Tarik Serour nahm Maß und setzte einen 26 Meter Freistoß unhaltbar zum 1:0 ins Eck. Nur zwei Minuten später konnte der SVE die Führung ausbauen. Eine präzise Freistoßflanke von Salvatore De Rosa fand den Kopf von Ferdi Er, der ließ mit seinem Kopfball aus 7 Metern dem Torhüter keine Abwehrchance (22.). Die Ebersbächer wirbelten weiter die Defensive des Gastgebers durcheinander, wie in der 28. Minute, als Salvatore De Rosa freigespielt wurde, doch sein Schuss verfehlte knapp das Ziel. In der 32. Minute kombinierte sich Franco Petruso und Louis Hörger traumhaft durch die Bargauer Hälfte, doch der Abschluß von Franco Petruso war zu ungenau. Der SVE ließ bis zum Pausenpfiff weiter Ball und Gegner laufen, gegen einen Gastgeber, der sich selbst nach einem 0:2 Rückstand nicht aus seinem Schneckenhaus getraute. Der Gastgeber kam sichtlich mutiger aus der Kabine, doch die spielerischen Möglichkeiten waren eher Bescheiden, dies machten sie aber kämpferisch weg. Zudem machte der SVE ein Geschenk, indem Ricky Tabe völlig unnötig Sis im Strafraum von den Füßen holte, was ein Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Diesen verwandelte der Gefoulte selbst sicher zum 1:2 Anschlußtreffer (61.). Der Gastgeber hatte nun Lunte gerochen und erzielte in der 65. Minute den 2:2 Ausgleichstreffer durch Abele, der aus 6 Metern unbedrängt einschieben durfte. In der 68. Minute hatte Louis Hörger den Führungstreffer auf dem Fuss, doch Torhüter Huttenlauch fischte den Ball aus dem Toreck. Eine Freistoßflanke von Tarik Serour verpasste der einschussbereite Ferdi Er nur knapp (78.). Ein kapitaler Torwartfehler musste für die 3:2 Führung herhalten. Ein eher harmloser 28 Meter Freistoß von Tarik Serour ließ der Keeper durch die Hände ins Netz gleiten (85.). Ein weiterer kapitaler Fehler eines Bargauer Abwehrspielers in der 90. Minute machte die Bahn frei für Tarik Serour, der allein vor dem Torhüter die Nerven behielt und zum 4:2 vollendete. Was der SVE in Halbzeit zwei ablieferte wirkte sehr Überheblich, anders ist es nicht zu erklären, dass man ein Spiel so aus der Hand gibt. In der Halbzeitpause wurde selbst von den Bargauern Zuschauern nur über die Höhe eines Ebersbacher Sieges diskutiert, so überlegen war man in der ersten Hälfte.
Mannschaftsaufstellung:
Bargau: Huttenlauch - Sorg, Zoidl, Vogt, Klotzbücher, S. (22. Wengert), Voitk (78. Kugler), Weiner, Betz, Klotzbücher, T. (46. Abele), Sis, Hegele
Ebersbach: Schöffel - Kümmerle (53. Kivotidis), Er, Helmer, De Rosa (58. Dick) - Tabe, Egger - Serour, Radojevic, Petruso - Hörger (78. Serra) Zuschauer:200
SV Ebersbach - TSV Weilheim 2:2
Ein temporeiches und spannendes Landesligaspiel bekamen die zahlreichen Zuschauer beim 2:2 zwischen dem SV Ebersbach und dem TSV Weilheim zu sehen. Trotz zweimaliger Führung reichte es nicht für den SVE zum ersten Saisonsieg und bleibt somit mit 2 Punkten aus drei Spielen in den Startlöchern hängen. Die Gäste legten von Anfang an ein hohes Tempo vor und störten den Gastgeber schon frühzeitig am Spielaufbau und hatten in der 6. Minute den Hauch einer Torchance, als Ruggiero eine Flanke knapp verpasste. Im Gegenzug fiel der Führungstreffer für den Gastgeber. Nach einem Eckball von Tarik Serour kam Florian Kümmerle 7 Meter vor dem Tor frei zum Kopfball und wuchtete den Ball unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Glück hatte der Gastgeber, als ein abgefälschter Freistoß knapp am Tor vorbei flog. Eine glänzende Kombination zwischen Tarik Serour und Franco Petruso leitete die nächste Torchance für den SVE ein. Doch der abschließende Schuss von Louis Hörger fand nicht das Ziel und kullerte wenige Zentimeter am Tor vorbei (17.). In der 22. Minute lief Franco Petruso der Weilheimer Abwehr auf und davon, seine scharfe Hereingabe wurde von einem Gästeabwehrspieler knapp neben das Tor abgefälscht. Zwei Minuten später tauchte Tausch plötzlich allein vor Torwart Michael Schöffel auf, der Sieger blieb in diesem Duell und den Ball abwehren konnte. Nach einem Rückpass schlug Weilheims Torwart Treiber eine Kerze vor die Füße von Franco Petruso, doch dieser nahm das Geschenk nicht an und setzte den Ball mit seinem Volleyschuss aus 19 Meter hauchdünn neben den Pfosten (25.). Statt 2:0 stand es zwei Minuten später 1:1. Mettang konnte sich kurz vor der Torauslinie gegen zwei Ebersbacher durchsetzen und nach innen passen auf den freistehenden Kirschmann, der keine Mühe hatte aus 5 Metern zum 1:1 einzulochen. Ein 20 Meter Freistoß von Franco Petruso stellte den Gästetorhüter vor Probleme, doch im Nachfassen konnte er die Situation bereinigen (32.). In der 36. Minute lag der Führungstreffer für den SVE in der Luft, als ein 18 Meter Freistoß von Tarik Serour gegen den Querbalken krachte. Wenige Sekunden waren in der 2. Halbzeit gespielt, als ein Weilheimer Abwehrspieler ein dicker Schnitzer unterlief, doch die Einladung konnte Tarik Serour nicht ausnutzen und setzte den Ball ans Außennetz. Ein Abspiel in dieser Szene auf den freistehenden Louis Hörger wäre sicherlich die bessere Lösung gewesen. Der SVE diktierte weiter das Spiel und wurde dafür in der 57. Minute belohnt. Ein zunächst abgewehrter Eckball landete wieder bei Tarik Serour, der umkurvte seinen Gegenspieler und passte präzise auf Kapitän Anastasios Kivotidis, der den Ball aus 3 Metern zur 2:1 Führung über die Linie drückte. Ein Konter leitete eine Möglichkeit ein die Führung auszubauen. Nachdem Tarik Serour einen Abwehrspieler 10 Meter vor dem Tor ausgespielt hatte wurde sein anschließender Schuss in höchster Not abgeblockt. Ein schöner Spielzug über mehrere Stationen führte zur nächsten Großchance für den Gastgeber. Doch der Flachschuss von Tarik Serour konnte Weilheims Torwart Treiber mit einer Fußabwehr klären. Eine unglückliche Entscheidung von Schiedsrichter Maurice Kern leitete den überraschenden Ausgleichstreffer ein. Erst entschied er auf Freistoss, obwohl kein Foulspiel vorlag und dann übersah er beim anschließenden Kopfballtreffer von Hörsting eine Abseitsstellung des Torschützens (79.). Der Gastgeber versuchte alles um den ersten Sieg einzufahren, blieb aber an der gut gestaffelten Defensive der Gäste hängen, die ihrerseits mit Kontern ihr Glück versuchten, aber nicht mehr gefährlich durchdringen konnten. Die Gäste verdienten sich das Unentschieden dank ihres laufintensiven Spiels und der Gastgeber verpasste nach dem 2:1 das Spiel zu entscheiden.
Mannschaftsaufstellung: Ebersbach: Schöffel - Kivotidis, Er, Helmer, De Rosa (69. Egger) - Tabe, Kümmerle (86. Dick) - Serour, Radojevic, Petruso - Hörger Weilheim: Treiber - Gabriel, Heisig (58. Wiesenmayer), Edelmann, Kirschmann, Ruggiero, Tausch (70. Gomes), Hörsting, Mettang, Scaffidi, Cronauer (70. Selcuk)
Schiedsrichter: Maurice Kern (Stuttgart) Zuschauer: 440 Tore: 1:0 Kümmerle (7.), 1:1 Kirschmann (27.), 2:1 Kivotidis (57.), 2:2 Hörsting (79.)
Bericht Oliver Konya
Vorbericht zum 3. Spieltag
Alle fünf Kreisvereine sind in der Landesliga bereits am Mittwoch wieder am Ball. TSV Bad Boll, SC Geislingen und SV Ebersbach haben Heimrecht, FC Eislingen und FC Donzdorf müssen auswärts ran.
Andreas Schneller beklagte nach der unterdurchschnittlichen Vorstellung bei der 1:3-Heimniederlage gegen Deizisau den fehlenden Rhythmus nach einem spielfreien Wochenende: "Die Mechanismen sind noch nicht im Kopf drin." Die nun folgenden zwei englischen Wochen bieten seinen Schützlingen ausreichend Möglichkeiten, sich einzuspielen. Eine Leistungssteigerung tut Not: "In der Rückwärtsbewegung waren wir zu lasch, das taktische Verhalten nicht zufriedenstellend. Wir hatten zu viele Pausen."
Der schwache Saisonstart mit zwei Niederlagen bei 1:6 Toren deutete sich an, wie der Eislinger Trainer feststellte: "Die Vorbereitung war nicht glänzend, doch unabhängig davon ist die Rückrunde noch in den Köpfen drin. Bekommen wir ein Gegentor, bricht alles zusammen. Diese alten Muster kommen immer wieder, das ist das Hauptthema." In Richtung der unzufriedenen Zuschauer, die ihren Unmut äußerten, merkte er an: "Wir sind kein Bundesliga-Team, das zwei-, dreimal am Tag trainiert. Das hier ist siebte Liga. Jeder, der meint es besser machen zu können, soll beim Training vorbeikommen. Wir haben kein Geld und setzen auf die Jugend. Wenn es sein muss, gehen wir halt in die Bezirksliga." Schneller hat zudem noch an dem nicht eingeplanten Abgang einiger Akteure zu knabbern: "Bei Orlando, Volk und Biber lief alles korrekt ab. Sonst hatten mir alle Spieler wie Mojasevic, Rupp, Groß oder Schöller die Zusage gegeben, dass sie bleiben und sprangen dann ab." Bei Aufsteiger TSV Köngen, der aus drei Spielern nur einen Zähler holte, gilt es für den FCE zu punkten.
Ebenfalls auf fremdem Terrain tritt der FC Donzdorf nach der blamablen 0:4-Pleite im Derby gegen Geislingen an. Beim TSV Regglisweiler (sieben Punkte aus drei Partien) muss die Breg-Elf einen couragierten Auftritt wie beim 2:2 in Dorfmerkingen zeigen, um Zählbares mitzunehmen.
Der TSV Bad Boll wartet weiterhin auf seine ersten Punkte, welche im heimischen Erlengarten gegen Neuling Illertissen II eingefahren werden sollten. Hierfür muss die Bielke-Truppe aber insbesondere das Defensivverhalten verbessern, denn neun Gegentore nach drei Begegnungen sind eindeutig zu viel.
Der SC Geislingen geht als Favorit in das Heimspiel gegen den TV Nellingen und will dort weitermachen, wo man am Freitag im Donzdorfer Lautertalstadion aufhörte.
Der SV Ebersbach, bestes Rückrundenteam und mit Ambitionen auf die vorderen Plätze in die Saison gestartet, erreichte in zwei Partien nur ein Remis, allerdings waren die Verbandsliga-Absteiger FC Frickenhausen und TV Echterdingen dicke Brocken. Dinko Radojevic: "Ich bin mit der Punktezahl nicht zufrieden, aber mit unserer Leistung. Wir haben einzig keine Tore gemacht. In der Rückrunde waren wir vor dem Tor eiskalt, momentan fehlt etwas das Glück. Aber wir haben Chancen herausgespielt, das ist gut. Irgendwann platzt der Knoten und die Tore kommen von selbst. Dann steigt auch das Selbstvertrauen der Spieler." Den FC Frickenhausen sieht er als ganz heißen Favoriten auf den Titel: "Sie sind taktisch sehr gut, in der Defensive geordnet und vorne brauchen sie nur wenige Chancen."
Von Ferdi Er, dem wichtigsten Neuzugang, zeigt sich der SVE-Coach nach den bisherigen Eindrücken angetan: "Er brauchte etwas Zeit, sich einzugewöhnen, aber er wird ein sehr wichtiger Mann für uns. Ich bin sehr zufrieden, er ist abwehrstark, erfahren und wird uns weiterbringen." Momentan muss der Spielertrainer mit Verletzungsproblemen kämpfen. Ahmet Eren fällt mit einem Fußbruch die komplette Hinserie aus, bei Torjäger Volkan Arslan wird es ebenfalls noch Monate dauern, bis er zurückkommt. Marius Nigl muss seit einigen Wochen mit Rückenproblemen passen und Franco Petruso ist erst diese Woche wieder ins Training eingestiegen. Gegen Weilheim will Radojevic trotzdem den ersten Sieg: "Unser Kader ist breit und wir müssen diese Spieler ersetzen können. Ich hoffe, die Reservisten nutzen ihre Chance."
TV Echterdingen - SV Ebersbach 0:0
(0:3 wegen Einsetzung eines nicht spielberechtigten Spielers durch den TV Echterdingen)
In einer mäßigen Landesligapartie verpasste der SV Ebersbach durch das 0:0 bei Verbandsliga-Absteiger TV Echterdingen trotz Überlegenheit den Sieg.
Beim SVE feierte Ersatzkeeper Jochen Pfeiffer sein gelungenes Landesligadebut, da Stammkeeper Michael Schöffel wegen Fieber passen musste.
Nach zerfahrener Anfangsphase hatte der SVE die erste Torchance. Nach einem kurz ausgeführten Eckball donnerte Tarik Serour den Ball aus 18 Metern an die Latte (13.). Eine Minute später zischte ein 20 Meter Schuss von Franco Petruso knapp über das Tor. Danach neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit. In der 40. Minute bediente Louis Hörger mit einem schönen Anspiel Tarik Serour, doch dessen Schuss wurde von einem Abwehrspieler in höchster Not abgeblockt. Kurz vor der Halbzeit spielte wieder Louis Hörger mit einem herrlichen Gassenball Franco Petruso frei, der scheiterte am herauseilenden Torwart.
Die Ebersbacher machten in Hälfte zwei dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Franco Petruso scheiterte aus 16 Metern am Torwart (46.). Nach 50 Minuten hatte der Gastgeber seine erste gefährliche Szene, doch der 14-Meter-Schuss von Kalpakidis kullerte am langen Eck vorbei. Nur zwei Minuten später verfehlte ein Schrägschuss von Koch das Ziel. In der 66. Minute schickte Ferdi Er Stürmer Tarik Serour auf die Reise, der umkurvte seinen Gegenspieler und traf aus 15 Metern das Außennetz. Nach einer Ecke verfehlte Heitel aus fünf Metern das Ebersbacher Tor. In der 80. Minute hätte der SVE in Führung gehen müssen, als sich Dinko Radojevic bis zur Grundlinie durchspielte und auf Serour zurücklegte, doch der verstolperte fünf Meter vor dem Tor. Der SVE zog ein Powerplay auf, Florian Kümmerle zwang in der 83. Minute mit einem Kracher aus 23 Metern den Torhüter zu einer Parade. Sekunden später blockte ein Abwehrbein den Schuss von Salvatore De Rosa in höchster Not ab. Der SVE drängte weiter auf den Siegtreffer, doch der wollte trotz turbulenter Szenen im Strafraum des Gastgebers nicht fallen.
TV Echterdingen: Haug - Kalpakidis (65. Knoll), D"Elia (84. Schwarz), Dorer, Schuldt (79. Antonov), Murr, Seiler, Koch, Heitel, Kokeidis.
SV Ebersbach: Pfeiffer - De Rosa, Er, Helmer, Kümmerle - Tabe, Egger (80. Dick), Radojevic, Serour - Hörger (80. Isik), Petruso.
Zuschauer: 300.
Nachträglich wurde das Spiel mit 3:0 für den SV Ebersbach gewertet da Echterdingen einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hat.
Vorbericht zum 2. Spieltag
Vor schwierigen Auswärtsaufgaben stehen die Landesligisten FC Donzdorf und SV Ebersbach. Der TSV Bad Boll empfängt Bargau (Sonntag, 15 Uhr) im heimischen Erlengarten, der FC Eislingen ist spielfrei.
Bereits am Samstag (15.30 Uhr) greift der FC Donzdorf in das Geschehen ein. Beim letztjährigen Vize-Meister SF Dorfmerkingen gilt es eine hohe Hürde zu nehmen. Doch Bange machen gibt es für Jörg Breg nicht: "Jeder Punkt ist wichtig und wir wollen etwas holen. Dorfmerkingen steht nach der Auftaktniederlage bereits unter Druck, das kommt unserer Spielweise entgegen. Wir können kontern."
Mit dem Verlauf der Vorbereitung war der Trainer einigermaßen zufrieden: "Es war besser als letztes Jahr, wir hatten weniger Urlauber. Aber wichtige Spieler wie Wagenblast, Teuerkauf oder Florian Müller fielen verletzt aus. Die junge Truppe zog gut mit, ich bin positiv gestimmt." Mit Matthias Riegert (GSV Dürnau), Tim Lallemand, Simon Andres (beide FTSV Kuchen), Arthur Feil (SG Bettringen), Tugay Mert (Normannia Gmünd A-Jugend) und Tim Schöller (FC Eislingen A-Jugend) standen sechs Neuzugänge in der Startelf. "Schöller genoss beim FC Eislingen eine gute Ausbildung, er ist ehrgeizig und gut. Riegert ist routiniert und sehr solide, Andres und Lallemand müssen sich noch eingewöhnen, lösten ihre Aufgaben zufriedenstellend. Allerdings darf man diese Partie nicht überbewerten, Köngen wird im hinteren Drittel landen. Wir müssen weiter zulegen und um Platz zehn rum mitspielen, mehr ist nicht drin. Die Landesliga ist diese Saison ganz stark."
Ebenfalls einen großen personellen Umbruch gab es beim TSV Bad Boll. Viele gestandene Akteure verließen den Klub, dafür kamen größtenteils junge Talente. Sieben Neue standen direkt in der Startformation. Torhüter Patrick Gühring (SSV Reutlingen) verleihe der Abwehr Sicherheit, so Trainer Wolfram Bielke. Die neuformierte Innenverteidigung bilden Jens Blessing (eigene Jugend) und Timo Dreiwurst (SV Remshalden): "Sie haben sich schnell etabliert und sind ein gutes Paar." Im Mittelfeld fanden Pascal Hartmann (TSV Weilheim), Nico Kuttler, Adrian Richter (beide FC Rechberghausen) und Sebastian Aust (eigene Jugend) ihren Platz. "Hartmann hatte einen Durchhänger, zeigte aber, dass er eine Verstärkung ist. Kuttler wartete mit guten Eindrücken auf der rechten Seite auf, konnte diese gegen Weilheim aber nicht abrufen. Richter agierte in dieser Partie defensiver, weil ich nur mit einem Stürmer spielen wollte." Die 1:3-Niederlage beim Nachbarn war ein Dämpfer, doch Bielke lässt sich hiervon nicht beirren: "Wir haben ein fast komplett neues Team mit zehn Zugängen, dazu fehlten Lukasz Majowski und Heiko Kölle kurzfristig mit Verletzungen. Die Vorbereitung war mehr als ordentlich, spielerisch sieht das schon ganz gut aus. Wir konnten unser Leistungsvermögen noch nicht über die kompletten 90 Minuten umsetzen, aber Rückschläge sind normal." Am Sonntag muss Bielke eine neue Abwehrkette aufbieten, da drei von vier Verteidigern im Urlaub sind. Schwer wiegt weiterhin der langfristige Ausfall von Torjäger Patrick Kölle.
Beim SV Ebersbach war auf dem Personalsektor Konstanz die Maxime, was beim besten Rückrundenteam der Landesliga nur logisch ist. Mit dem erfahrenen Innenverteidiger Ferdi Er, der vom Oberligisten VfL Kirchheim kam, ging ein dicker Fisch ins Netz. Ansonsten wurde das Erfolgsteam komplett zusammengehalten, so dass das erklärte Saisonziel "vorne mitspielen" nicht überrascht. Ob es reicht, um im Meisterschaftsrennen ein Wörtchen mitreden zu können, wird an der Konkurrenz liegen. Neben Dorfmerkingen sind insbesondere FC Frickenhausen und TV Echterdingen sehr stark einzuschätzen. Die beiden Verbandsliga-Absteiger gehen mit einem nominell besser besetzten Aufgebot in die neue Runde. Dies zeigte sich zum Auftakt, als der SVE nach guter Leistung mit 1:3 im Strutstadion dem FC Frickenhausen unterlag. Die Aufgabe beim TV Echterdingen (Sonntag, 15 Uhr) wird nicht leichter, auch wenn das Fuhrmann-Team von Verletzungssorgen geplagt wird.
Der FC Eislingen ist an diesem Wochenende spielfrei, der SC Geislingen hat es nach der Auftaktpleite in Schnaitheim wieder mit einem Neuling zu tun. Die Strehle-Elf empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den FV Illertissen II im Eybacher Tal.
1. Spieltag SV Ebersbach - 1.FC Frickenhausen 1:3
Gäste Abwehr dicht
Der SV Ebersbach musste sich am ersten Spieltag der Landesliga nach interessanten neunzig Minuten dem FC Frickenhausen mit 1:3 geschlagen geben.
Der SV Ebersbach versuchte sein Kombinationsspiel, das ihn in der Rückrunde der Vorsaison ausgezeichnet hatte, auch gegen den Verbandsliga-Absteiger FC Frickenhausen durchzusetzen. Doch die defensiv kompakten Gäste ließen dafür kaum Räume.
Selten kam der SV Ebersbach trotz Feldvorteilen zu richtig guten Chancen. Eine davon ließ Dinko Radojevic nach Vorarbeit seines umtriebigen Sturmpartners Franco Petruso in der 22. Minute ungenutzt. Auf der anderen Seite war Torwart Michael Schöffel bei einem Schuss von Erhan Polat auf dem Posten. Mit etwas mehr Glück wäre der SV Ebersbach in der 34. Minute in Führung gegangen, aber ein 25-Meter-Freistoß des ansonsten unauffälligen Tarik Serour krachte an die Latte.
In einer von beiden Seiten intensiv und taktisch diszipliniert geführten Partie beschränkte sich Frickenhausen in der Offensive auf einfache Mittel und profitierte von Ebersbacher Unzulänglichkeiten. Als alle mit dem Halbzeitpfiff rechneten, ließen sich die Innenverteidiger Simon Helmer und Ferdi Er bei einem langen Ball aus dem Mittelfeld von Gästestürmer Fathi Özkahraman düpieren (45.).
Nach dem Seitenwechsel musste zunächst Schöffel sein Team gegen den frei auftauchenden Rodrigues vor dem 0:2-Rückstand bewahren. In der Folge arbeitete sich der SV Ebersbach wieder ins Spiel und kam durch einen von Petruso verwandelten Foulelfmeter zum Ausgleich (73.). Doch nach einer eigentlich schon bereinigten Situation geriet Ebersbach erneut in Rückstand. Ein Befreiungsschlag von Schöffel landete beim Gegner, in der Folge kombinierte sich Frickenhausen in den Strafraum, wo erneut Özkahraman die Ruhe behielt und zum 1:2 abschloss (77.). Beim entscheidenden dritten Treffer wurde es Frickenhausen einmal mehr zu leicht gemacht, Isci konnte sich am Strafraum die Ecke aussuchen und traf unhaltbar (84.). Schöffel verhinderte in der Schlussminute alleine gegen den durchgebrochenen Heilemann per Fußabwehr sogar das 1:4. Spielertrainer Dinko Radojevic beklagte denn auch die individuellen Fehler im Abwehrverhalten: "Das ist unser altes Manko. Die Gegentore waren nicht herausgespielt, sondern sind durch unsere Fehler gefallen. Wir können nicht in jedem Spiel drei oder vier Tore schießen, um das auszugleichen."
Dafür war auch der FC Frickenhausen eine an diesem Tag zu gut organisierte Mannschaft. Radojevic ärgerte besonders die Phase nach dem Ausgleich, als seine Mannschaft am Drücker war. Sein Fazit: "Der Gegner hat eiskalt seine Tore gemacht und deshalb am Ende verdient gewonnen."
SO SPIELTEN SIE
SV Ebersbach: Schöffel - de Rosa, Helmer, Er, Kümmerle, Egger, Tabe (85. Dick), Renn (57. Hörger), Serour, Radojevic, Petruso.
FC Frickenhausen: Hekele - Eisenhardt, Mayer, Polat, Heilemann, Rodrigues, Horeth, Parrinello (89. Jankofsky), Jaksche, Isci, Özkahraman (83. Kanarya).
Schiedsrichter: Böttigheimer (Schwäbisch Gmünd).
Tore: 0:1 Özkahraman (45.), 1:1 Petruso (73., Foulelfmeter), 1:2 Özkahraman (77.), 1:3 Isci (84.).
Gelb-Rot: Isci (93.)
Zuschauer: 350
Landesliga geht wieder ins Rennen
Eine spannende Landesliga-Saison mit fünf Absteigern erwartet die 17 Vereine. Eröffnet wird die Runde von den Aufsteigern Schnaitheim und SC Geislingen. Zwischen den Kreisvereinen wird es 20 Derbys geben.
Der später einstimmig entlastete und wiedergewählte Staffelleiter Karl-Josef Deutelmoser begrüßte im Klubheim des TSV Bad Boll gleich sieben neue Vereinsvertreter zum Staffeltag der Fußball-Landesliga, Staffel 2. Mit den vier Bezirksliga-Meistern SC Geislingen, FV Illertissen II, TSG Schnaitheim und TSV Vaihingen, dem über die Relegation aufgestiegenen TSV Köngen sowie den Verbandsliga-Absteigern FC Frickenhausen und TV Echterdingen erhält die Liga in der kommenden Saison ein neues Gesicht.
Deutelmoser wies angesichts des auf nun 17 Mannschaften angewachsenen Feldes auch gleich darauf hin, dass am Ende der Saison 2011/12 fünf Vereine absteigen müssen und der Tabellenzwölfte in die Relegationsspiele zu gehen hat. Dass Staffeltag-Gastgeber TSV Bad Boll nicht zu diesen Mannschaften gehören möchte, wünschte sich Vorsitzender Gerhard Ueding in seinem Grußwort: "Wir gehen in unsere vierte Landesliga-Saison und haben das Ziel, auch beim nächsten Staffeltag wieder dabei zu sein." Diesen wird dann der TSV Weilheim ausrichten. Bei seinem Rückblick auf die Saison 2010/11 erinnerte Karl-Josef Deutelmoser an den vorzeitigen Rückzug der Spvgg Au/Iller und "die Machenschaften des SSV Ulm", der zum Saisonende hin nicht spielberechtigte Akteure einsetzte, was mit Punktabzug und Abstieg bestraft wurde. Meister wurde der TSV Essingen, der kürzlich auch den Erdinger-Meister-Cup gewonnen und sich dadurch eine Woche Trainingslager am Gardasee gesichert hatte. Vizemeister SF Dorfmerkingen scheiterte im entscheidenden Relegationsspiel denkbar knapp im Elfmeterschießen und wird gegen die erwartet starke Konkurrenz einen neuen Anlauf nehmen müssen.
Im Gegensatz zu den Vorjahren musste Rüdiger Bergmann vom Schiedsrichter-Ausschuss des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) dieses Mal keine Regeländerungen ankündigen und hatte auch sonst keine Klagen vorzubringen. Im Gegenteil: "Die Schiedsrichter waren bei ihren Einsätzen in der Staffel 2 zufrieden." Staffelleiter Deutelmoser hielt dagegen das Verhalten von Trainern und Offiziellen für verbesserungswürdig und appellierte im Sinne der Vorbildfunktion bei seinen Zuhörern für mehr Besonnenheit an der Seitenlinie.
Bevor der Spielplan zur neuen Saison festgelegt werden konnte, wurden verschiedene Themen des Spielbetriebs diskutiert. Jose Macias vom WFV wies darauf hin, dass ab dem Halbfinale im Verbandspokal Dopingkontrollen vorgenommen werden. Mehrheitlich entschieden die Vereinsvertreter, dass Spielverlegungen nicht allein der Heimverein bestimmen darf, sondern wie bisher die Zustimmung beider Vereine erforderlich ist. Nicht einigen konnten sich die Vereine auf einheitliche Eintrittspreise für Frauen. "Das Thema ist ein Dauerbrenner, letztlich entscheidet jeder Verein wieder selbst, ob er von Frauen Eintritt verlangt oder nicht", erklärte Deutelmoser. Sieben Vereine werden dies umsetzen.
Auf Wunsch der Vereine wurde der ursprünglich für 7. August geplante erste Spieltag auf Mittwoch, 7. September verlegt. Somit startet die Landesliga am morgigen Freitag mit der Partie TSG Schnaitheim gegen SC Geislingen. Am Samstag empfängt der FC Donzdorf den TSV Köngen, einen Tag später spielen SV Ebersbach gegen FC Frickenhausen sowie TSV Bad Boll in Weilheim und FC Eislingen beim SV Vaihingen. Zum ersten Kreisderby kommt es am Freitag, 26. August zwischen FC Donzdorf und SC Geislingen.
1. Pokalrunde WFV-Verbandspokal
SV Ebersbach - 1. FC Normannia Gmünd (Oberliga) 3:4
Einen offen Schlagabtausch und ein Spiel auf Augenhöhe lieferte der SV Ebersbach dem zwei Klassen höheren Oberligsiten Normannia Gmünd ab. Dieser gewann unverdient mit 4:3 Toren, dank der gütlichen Mithilfe des schwachen Schiedsrichters!
Nachdem die Anfangsphase völlig ausgeglichen verlief, gingen die Gäste im Anschluss einer Standardsituation in der 12. Minute in Führung. Ein Eckball wurde verlängert und ging an Freund und Feind vorbei zum freistehenden Torjäger Benjamino Molinari, dieser hatte keine Mühe den Ball aus 5 Metern in die Maschen zu dreschen. In der 22. Minute hätten die Gäste die Führung ausbauen können, doch die Kopfballablage von Molinari konnte Ebersbachs Kapitän Anastasios Kivotidis in höchster Not klären. Eine Minute später kombinierte sich der Gastgeber sehenswert bis zum Strafraum der Gäste durch, doch der abschließende Schuss von Marius Nigl war zu unplaziert. Ein genialer Gassenball durch die Schnittstelle der Innenverteidigung von Tarik Serour fand Franco Petruso, doch der verzog aus 10 Metern und vergab somit die große Ausgleichschance (28.).Der Gastgeber spielte weiter munter mit und hatte in der 30. Minute die nächste Torchance, doch Tarik Serour's Kopfball aus 6 Metern nach Flanke von Salvatore De Rosa ging um haaresbreite am Tor vorbei. Drei Minuten später musste Torwart Michael Schöffel eine Drehschuss von Christian Gmünder entschärfen.In der 39. Minute wurde Gmünds Torhüter Rößler durch den 30 Meter Freistoßhammer von Tarik Serour auf die Prüfung gestellt. Wieder ein Eckball leitete das 0:2 in der 39. Minute ein. Diesmal war es der 2-Meter Hühne Gramper, der aus 5 Metern einköpfte. In der 43. Minute fand eine Freistoßflanke den Kopf von Fröhlich, aber Keeper Michael Schöffel war auf dem Posten und konnte den Ball mit einem Reflex abwehren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Tarik Serour den SVE zurück ins Spiel. Sein 32-Meter-Freistoß-Geschoß schlug unhaltbar zum 1:2 im Torwinkel ein.
Spielerisch war der SVE dem Oberligisten überraschend gleichwertig, der nur mit seinen Standardsituationen seine Überlegebheit demonstrierte. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff der 2. Halbzeit fiel der vielumjubelte Ausgleichstreffer für den Gastgeber. Ein kapitaler Abwehrfehler nutzte Maruis Nigl aus, indem er die Kugel überlegt aus spitzem Winkel zum 2:2 im Tor versenkte.Die Gäste hatten weiter die Lufthoheit, wie auch in der 50. Minute , als der Kopfball von Gramper knapp über das Tor segelte. In der 55. Minute brannte wieder Jubel auf. Franco Petruso nahm sich ein Herz und hämmerte den Ball aus 23 Metern zum 3:2 für den Gastgeber ins Netz. In der 65. Minute kam Seskir in einem Duell mit Torwart Michael Schöffel zu Fall, was zum Elfmeterpfiff für die Gäste führte. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 3:3. Nach dem Spiel schwor Schöffel auf Nachfrage, dass er Seskir nicht berührt hatte. In der kurzweiligen Partie hatte der Gastgeber in der 69. Minute die Möglichkeit wieder in Führung zu gehen, aber Torwart Rößler konnte den Ball nach einem 16 Meter Schuss von Tarik Serour mit den Fingerspiten um den Pfosten drehen. Nach dem folgenden Eckball kam der Ball zu Maruis Nigl, dessen 20 Meter Schuss zischte um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Wer dachte das dem Underdog die Kräfte ausgehen würden sah sich getäuscht, denn der Gastgeber spielte weiter unverdrossen nach vorne und hatte in der 73. Minute durch einen 17 Meter Schuss von Tarik Serour die nächste Großchance, den der Torwart mit Mühe über die Torlatte lenken konnte. Im Gegenzug verfehlte ein Kofball von Gramper knapp das Ziel. Ein Konter in der 78. Minute leitete den 4:3 Führungstreffer für den Favoriten aus Gmünd ein. Christian Gmünder zirkelte den Ball aus 13 Metern in die Maschen. In der 85. Minute lag der Ball im Gmünder Netz nach einem Schuss von Tarik Serour, der zuvor brilliant freigespielt wurde, doch zum entsetzen aller Ebersbacher entschied der Schiedsrichter auf Abseits und benachteiligte den Gastgeber entscheidend mit dieser Fehlentscheidung. In der Nachspielzeit benachteiligte der Schiedsrichter wieder den Gastgeber, denn nach einem Kopfball von Ferdi Er wurde der Ball mit der Hand auf der Torlinie geklärt, doch die Pfeife des überforderten Schiedsrichters blieb stumm. Glück hatte der Oberligist in der 92. Minute, als ein 17 Meter Freistoß von Tarik Serour nur wenige Zentimeter übers Tor ging. So blieb es beim mehr als glücklichen 4:3 Sieg des Oberligisten aus Gmünd. Rundum war es ein unterhaltsamer Fußball Nachmittag, wo nur das schwache Schiesrichergespann störte.
Mannschaftsaufsellung: Ebersbach: Schöffel - De Rosa, Er, Kivotidis, Kümmerle (88. Eren) - Tabe, Egger (90. P. Renn) - Nigl, Radojevic, Serour - Petruso
Gmünd: Rößler, Fröhlich, Seskir, Faber, Gmünder, Molinari, Glück, Gramper, Monei, Catizone, Krätschmer
Zuschauer: 300
Oliver Konya
VORBEREITUNGSERGEBNISSE
SV Ebersbach - 1. FC Rechberghausen 8:1
Seine gute Form bestätigte der SV Ebersbach beim 8:1 Kantersieg gegen den Bezirksligisten FC Rechberghausen. Die Gäste gingen bereits in der 5. Minute durch einen Foulelfmeter in Führung. Die Antwort ließ nicht auf sich warten, denn nur zwei Minuten später glich der SVE aus, als Ferdi Er zum 1:1 abstaubte. Der SVE ließ weiter Ball und Gegner laufen, vergaß aber das Tore schießen. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe Dinko Radojevic einen 18 Meter Freistoß zum 2:1 im Torwinkel versenkte. In der 2. Halbzeit brachte Trainer Radojevic eine neue Mannschaft, die Dampf machte. Dies wurde in der 62. Minute belohnt, als sich Peter Renn bis zur Grundlinie durchtankte und scharf nach innen flankte, wo Franco Petruso akrobatisch zum 3:1 traf. Nur eine Minute später das gleiche Bild. Tarik Serour legte gekonnt auf Franco Petruso, der hatte keine Mühe den Ball zum 4:1 im Kasten zu versenken. In der 73. Minute spazierte Tarik Serour an drei Gegenspielern vorbei und zirkelte den Ball aus 16 Metern zum 5:1 ins Netz. Franco Petruso bediente in der 78. Minute nach einem Konter Tarik Serour, dieser ging auf und davon und schloss zum 6:1 ab. In der 82. Minute spielte Tarik Serour Onur Yildiz frei, der hatte keine Mühe den Ball aus 9 Metern zum 7:1 in den Maschen zu versenken. Sekunden später lag der Ball schon wieder im Netz der Gäste, diesmal war es Tarik Serour der zum 8:1 traf.
TUS Metzingen - SV Ebersbach 1:1
Franco Petruso durch Elfmeter
SV Ebersbach - Catania Kirchheim 6:3
Die Gäste gingen nach einer Unordnung in der 13. Minute durch einen 16m Schuss in Führung.
Nur 3 Minuten später glich Tarik Serour mit einem sehenswerten 27m Freistoss aus. 120 Sekunden
später lag der Ball schon wieder im Gästetor. Simon Helmer flankte punktgenau auf Dinko Radijevic
der die Kugel aus 6m im Netz versenkte. Ein Stockfehler von Simon Helmer leitete den Ausgleichstreffer
in der 32. Minute ein, den Kirchheims auffälliger Kapitän zum 2:2 ausnutzte. Den nächsten kapitalen
Schnitzer von Ferdi Er nutzten die Gäste eiskalt zum 2:3 aus (42.).
Der SVE dominierte in der zweiten Halbzeit weiter das Geschehen, ließ aber einige Torchancen liegen.
So dauerte es bis zur 70. Minute bis zum 3:3 Ausgleich. Ein Rückpass zum Torwart geriet zu kurz, so dass
Julian Fabiankowits das Geschenk annahm und überlegt abschloss. In der 77. Minute ging Marius Nigl bis
zur Grundlinie durch und legte schulmäßig zurück auf Peter Renn, der keine Mühe hatte den Ball aus 8m
zum 4:3 im Tor unterzubringen. Der agile Peter Renn flankte in der 81. Minute scharf nach innen und traf
Julian Fabiankowitz, der den Ball zum 5:3 ins Tor lenkte. Das 6:3 bereitete Marius Nigl mit einer mustergültigen
Flanke auf Thomas Schaser vor, der den Ball mit einem schönen Kopfball aus 7m im Netz versenkte.
Turnier in Bonlanden :
TSV Bonlanden - SVE 1:3
TSV Münchingen - SVE 4:3
Elfmeterschiessen um Platz 3 :
Normannia Gmünd - SVE 4:2
Ebersbach setzt auf Erfahrung
Fußball-Landesligist SV Ebersbach lässt zur neuen Saison mit der Verpflichtung des Oberliga-erfahrenen Ferdi Er aufhorchen. Der 30-jährige Defensivspieler kommt vom VfL Kirchheim.
Während der letzten fünf Jahre war Ferdi Er beim VfL Kirchheim aktiv, ehe er zum Ende der abgelaufenen Saison nach Differenzen mit Trainer Rainer Kraft aus dem Kader gestrichen wurde. Davor spielte Er unter anderem bei den Stuttgarter Kickers in der Regionalliga. Der gebürtige Türke mit deutscher Staatsangehörigkeit war von mehreren Oberligisten umworben, zuletzt hatte alles auf einen Wechsel zum SV Bonlanden hingedeutet. Nun entschied sich Er für den SV Ebersbach, sehr zur Freude des Sportlichen Leiters Jürgen Schorstädt: "Ferdi ist mit Servet Isik gut befreundet und kennt einige unserer Spieler sowie Trainer Dinko Radojevic. Unsere erfolgreiche Rückrunde hat mit dazu beigetragen, dass Ferdi zu uns kommt. Er soll mithelfen, dass wir einen weiteren Schritt nach vorne machen."
Bei den Neuzugängen für die Saison 2011/2012 setzt der SV Ebersbach damit auf Klasse statt Masse. Neben Ferdi Er wurde noch Torwart Jochen Pfeiffer vom FC Rechberghausen verpflichtet. Schorstädt: "Er soll mit Andreas Kasputtis den Kampf um die Nummer zwei hinter Michael Schöffel aufnehmen." Zusätzlich werden vier bis fünf Spieler von den eigenen A-Junioren an die Landesliga-Mannschaft herangeführt. Die zweite Mannschaft firmiert künftig als U23 und soll in der Kreisliga B um den Aufstieg mitspielen. "Wir wollen einen Unterbau schaffen und dazu mittelfristig auch unsere Jugendmannschaften voranbringen", formuliert Schorstadt ein ehrgeiziges Ziel.
Abgemeldet haben sich vom SV Ebersbach Yasin Önüt, der beruflich bedingt kürzer treten will, und Louis Hörger (Zypern). Ansonsten bleibt das erfolgreiche Team um Spielertrainer Dinko Radojevic zusammen. Auch der in der Rückrunde überragende Tarik Serour, dem ein unterschriftsreifer Vertrag vom VfL Kirchheim vorlag, entschied sich fürs Bleiben. Auf den am Knie verletzten Torjäger Hakan Arslan muss der SV Ebersbach allerdings in der Vorrunde noch verzichten.
Durch die begeisternde Rückserie liegt die Messlatte für die dritte Landesliga-Saison in Ebersbach hoch, dessen ist sich Jürgen Schorstädt bewusst: "Die Erwartungen sind groß und diese Herausforderung nehmen wir an. Wir wollen weiter attraktiven Fußball bieten, dann wird sich auch der Erfolg einstellen." Die Ebersbächer sind allerdings gebrannte Kinder, auch vor einem Jahr startete man mit hohen Ansprüchen und landete auf dem Boden der Tatsachen. Deshalb wünscht sich Schorstädt, der mit den neuen Mannschaften TV Echterdingen, FC Frickenhausen, SC Geislingen und FV Illertissen II ein sehr starkes Landesliga-Feld erwartet, "dass wir von Verletzungen verschont bleiben und mit mehr Glück in die Runde starten".